Susanne Hahn violoncellist, pianist, composer

Susanne Hahn
es würmelt schon wieder

oh wie es würmelt, wie es bebt – zittrig kriecht es furchtsam vorwärts….oder doch lieber rückwärts? ich sperr mich ein, ich bin ganz lieb, sooo lieb, dass einem graut. Ach gutes Kind, komm endlich aus der Haut. Die Sonne scheint die Vöglein singen, sie wollen Dich nach draussen bringen. Nach draussen??! Bist Du nun verrückt? Die Aliens kommen, sie werden mich verschlingen. Ach nein, mein Kind,…. wir werden glücklich singen, denn alles Grau und schwarze Nacht , sie wird enthoben ihrer Macht. Das Dunkle darf in seine Sphäre und kann sich in sich selbst verstricken. So glaube mir, ich werd Dich führen, die Liebe siegt und öffnet wundervolle Türen.

kling Glöckchen

Während andere frohlocken,
Künstler in der Wohnung hocken.
Die Dunkelheit ist zu perfekt,
Frau Kreativ sich gern versteckt.
Besinnungsloses Weihnachtstreiben,
sie möchte nun zuhause bleiben,
die andren dürfen sich gern stressen,
und im Geschenke kaufen messen,
das Teuerste nicht gut genug,
bald ist vorbei der Weihnachsspuk.
Das hofft sie wohl und harrt der Dinge,
auf dass das letzte Glöckchen klinge…
und wenn das fünfte Kerzlein brennt,
dann hat sie Weihnachten verpennt.

von selbst

Du sprichst meine Sprache, es versteht sich von selbst, ohne Worte schon verstanden.
Gezeichnet und durchlitten, bereit zu kämpfen für das Wahrhafte. Ohne Schnörkel unverblümt. Am Ende wird das Meer gewinnen, wir werden alle eins im Kosmos der Unendlichkeit. Verbunden, angenommen, geliebt. Atme, befreie Dich von dem, was Dich hindert. Wir brauchen keine Umwege, geradeaus und nicht verdreht. Nichts muss, ich will der Überzeugung folgen. Keine Verdrängung, keine Flucht oder Sucht. Keine Suche, denn es ist alles da. Die Sinne öffnen und lauschen. Lass Dich berauschen.

das Schneck

Wie sagt man so schön? „Es würmelt.“
So schöpft sie Neues und nennt sich kreatief
tiefschürfend schafft sie, knotet aneinander, was noch geht. Geht denn noch was? – oder: dennoch was? Ach, was macht das Spinnen Spaß! Sie webt ein großes Netz so fein, dass selbst Moskitos klitzeklein sich drin verfangen.
So würmt der Wurm und das Camelion äugt glubschend, passt sich an, wo es nur kann. Das kleine Mensch ist größtenteils ein ES, denn kläglich klagend schmerzt es sich durchs. Leben. Ach wär ich doch , ach hätt ich nur, beherscht es Konjunktive pur. Die Gegenwart hat es vergessen, vom Theoretischen besessen, so kriecht es schneckig immer weiter und zieht den Schleim gar grässlich hinter sich. Bei manchen ist die Spur so lang, dass einem bange wird. Wo schmiert es hin? Wen will es jetzt umschleimen? Frau Wichtigpichtig oder Doktor Besserwiss? Zu einem breiten Grinsen formt sich das Gebiss, strahlend weiss, gerade neu poliert, so lebt es prahlend und ganz ungeniert, hemmungslos im Hamsterrad der Zahlen.
Ach wär ich doch, ach hätt ich nur

lichte Gedanken

er ist nicht mehr zu sehen, er denkt.
was denkt er denn? dreht er sich wieder mal im Kreis?
ist er im Schatten oder Licht? wenn wir es wüssten – ICH weiss es nicht.
Muss ich es wissen? sag mir wozu.
Sein Schatten lässt ihn nicht in Ruh…bis er begriffen, was ihm hilft.
der Schatten lebt vom stolzen Licht
verschwindet es so ist er nicht
Der Schatten und die liebe Nacht,
die beiden mit der sanften Macht, der Menschen Angst zu nähren.
so nehm ich meinen Stab und lass mich führen
der dunkle Wald öffnet mir Türen
er ist nicht grausam, er ist wunderbar
ich lausche dem, was ist und bin
und frage nicht mehr nach dem Sinn
ich liebe ihn, es macht mich froh,
ich fühl mich wohl, mein Herz brennt lichterloh.

Frei

Der Adler, der mit breiten Flügeln durch die Lüfte gleitet.
Der Wind, welcher ihn trägt, sein guter Gefährte.
Schwerelos und dennoch zielgerichtet – so greift er sich sein Glück.

Der Erdwurm kriecht im Staub und bohrt sich in die Tiefe – vor Neid will er erblassen.
Er muss es nicht, er will es wohl – warum auch immer.
Den Staub gefressen fühlt er sich klein, in seinen Bau darf keiner rein,
so grämt er sich und krümmt sich sehr
die Sonne sah er lang nicht mehr.
„Ich möchte leiden und hinab, ich baue mir mein eignes Grab“

Verkriech Dich nur und bade Dich im Leid
Der Schmetterling, einst Wurm ist bald bereit
die Flügel auszubreiten, zu fliegen und zu gleiten.

ver-rückt

Wer bestimmt nun was richtig oder falsch ist? Wer beurteilt, was verrückt ist?
Was bedeutet verrückt? anders? anders als wer ? anders als was ? Ist es die Gesellschaft ?
Haben wir es geschafft, ein Wort zu finden, welches alles rechtfertigt ? Halt ! Stop ! Sind nicht wir es selbst ?
Wir haben doch alles in der Hand. Der Mensch müsste nur begreifen, dass er im Kleinen beginnen muss, dass nur ein einziges Gramm sehr viel wiegt und „nur“ ein Lächeln unendlich kostbar ist.

seelig

die Kunst des Lebens ist nicht leicht,
der Wind Dir durch die Haare streicht,
wir sind zusammen und ganz nah,
es gibt kein Jenseits, sie sind da,
sie werden kommen und befrein,
die Menschen und ihr wirres Sein.
der Überfluss wird weggespült,
die Welle kommt und sie umhüllt
mit hellem Glanz das dunkle Grau,
der Horizont wird leuchtend blau,
so blau dass jeder träumen lernt,
der sich nicht allzu weit entfernt
von seinem Kern, der ihn ernährt –
er ist sich selber etwas wert.
Liebt er sich selbst, so kann er geben
und lässt sich und die andren leben.

Susanne Hahn

Worte

Wer meint es wirklich so, wie er es sagt?
Sind wir nicht alle arg verhakt?
wohl erzogen und korrekt,
das wahre Innere versteckt,
ich will es nicht, ich möchte sein,
lieber erfolglos und ganz klein
als besserwissend und verdreht,
am Ende es sich eingesteht,
es hat sich wohl vertan – in seinem eitlen Größenwahn.
Wer weiss es besser? Gibt es den? …der besser weiss?
der alte Greis vielleicht mit weissen Haaren,
denn jener hat schon viel erfahren.
Mit einem Stock und ohne Hast,
denn fremd ist ihm jeglicher Ballast.
Er braucht ihn nicht, er teilt sehr gern.
Krankhaftes Ego ist ihm fern.
Er sagt sehr wenig, lächelt nur
von Eitelkeit ist keine Spur.

Susanne Hahn

wenn Hasen nicht grasen

Wenn diejenigen, welche durch Passivität Herzen durchbohren, tatsächlich wüßten, was sie tun. Oft sind es leider Verdrängungskünstler, Seiltänzer, die glauben, nie zu fallen. Die Nase ganz weit oben… „Ihr da unten – ich brauche euch nicht“ Werch ein Illtum – alles verdreht und keiner versteht, was das soll… sind wir, die wir unsere Schwächen kennen und ehrlich sind tatsächlich die Dummen? Naiv – ganz sicher. Lieber wie ein Kind verspielt und neugierig weiter suchen, lernen, reflektieren als mächtig wissen. So närrisch verträumt Seifenblasen schauen – den Moment genießen. Ehrlich, unverblümt und frei heraus – lieber so als künstlich verdreht, geschnörkelt und gewollt komisch. Es ist schon so absurd genug, so brauch ich keine Verzierung… es versteht sich vieles von selbst.
Magisches Weben – mit euch will ich schweben unendlich im ewigen Leichtsinn. Wir sind frei und dennoch verbunden – ob gedanklich oder körperlich. Welch Jammertal unnützer Verkrümmungen…ists doch so klar und offensichtlich. Nennst Du’s beim Namen, wirst Du verdammt.
Wie lieb ich die Erpel, die eifrigen Hasen, die nicht verzweifelt aus Verlegenheit grasen.
Sie tun’s und fühlen sich dabei sehr wohl. Und ich muss sagen: Ich find’s toll.
(Susanne Hahn)

nicht immer

Nicht immer passiert das, was man denkt. Wundersame Überraschungen. Plane, ordne, rechne soviel Du willst. Nichts ist hundertprozentig kalkulierbar. Mensch, klein, unwissend, hilflos im Netzwerk der unsichtbaren Macher. Die da draussen lachen über uns und sie haben Recht. Was sollte man da anderes tun. Hauptsache, sie können in ihren Sphären schweben mit dem nötigen Diskretionsabstand. Wäre ich an ihrer Stelle, ich würde dasselbe tun. Sagt der eine Planet zum anderen “ Ich bin krank.“ „Was hast Du denn?“ „den Virus Mensch“ “ Ach,…. das geht vorüber“ na Gott sei Dank. Sie spuckt uns irgendwann aus oder besser gesagt wir sprengen uns selbst in die Luft – wir Überflieger.

fly away

dreamy, romantic, playful, mystical, weightless and colourful … heading for the Milky Way. Learn to fly and forget time in a world where elves and angels dwell… (Susanne Hahn)

verträumt, romantisch, verspielt, mystisch, schwerelos und farbenfroh… der Milchstraße entgegen. Fliegen lernen und die Zeit vergessen in einer Welt, in der noch Elfen und Engel weilen… ;o) (Susanne Hahn)

Flying Dances

FLYING DANCES

wenn Flüsse fliessen…

Angenehm, wenn Flüsse fliessen und das Meer immerfort rauscht. Der berauschenden Schönheit lauschen, den salzigen Duft atmen – tief, immer tiefer bis Du eins wirst mit dem Kosmos. Mit fabelhaften Wesen gemeinsam weben, zaubern oder verzaubern, inspiriert von irgendwo, märchenhaft…aus dem Land der Träume schöpfend nimmermehr zurück. Erkannt und so den Dummsinn gebannt. Zahnrädchen im Getriebe, Sand sträuende, unzufriedene, kleine, verknotete Neid-Nattern. Lasst uns Liebe sähen in den Acker auf dass es heller und bunter werde überall und selbst der Knurrigste von allen wieder Lachen lernt.