Susanne Hahn violoncellist, pianist, composer

Susanne Hahn
GruselGrau

GruselGrau nieselndes Immernass, tief bedrückt es die Seele. Dennoch zwitschern die Vögel. Wie sie’s machen ? Ich denke, sie lachen, da sie fliegen können.

der Fluss

Angenehm, wenn Flüsse fliessen und das Meer immerfort rauscht. Der berauschenden Schönheit lauschen, den salzigen Duft atmen – tief, immer tiefer bis Du eins wirst mit dem Kosmos. Mit fabelhaften Wesen gemeinsam weben, zaubern oder verzaubern, inspiriert von irgendwo, märchenhaft…aus dem Land der Träume schöpfend nimmermehr zurück. Erkannt und so den Dummsinn gebannt. Zahnrädchen im Getriebe, Sand sträuende, unzufriedene, kleine, verknotete Neid-Nattern. Lasst uns Liebe sähen in den Acker auf dass es heller und bunter werde überall und selbst der Knurrigste von allen wieder Lachen lernt.

Der auf dem Wasser tanzt

geradeaus

lieber geradeaus und frei heraus als den Rücken verkrümmt, verdreht, umständlich geschwollen klausulisieren. Möchtegernmäßig gut wirken wollen, Knoten hier, Knoten da, stockend steif wie ein Brett. „Bitteschön, bitteschön“(eine Oktave zu hoch) „nein dankeschön -nein danke“ dieses wundersam befreiende Zauberwort, welches für Klarheit sorgt und so unermessliche Energien freisetzt. Urplötzlich mutiert man zum Pfeil, in affenzähnlicher, schwindelerregender Geschwindigkeit, raketenmäßig geradeaus – peng! Noch Fragen? Sicherlich: ein selbstBewusstes Auftretten ist nicht immer erwünscht und gerade diejenigen, die unsicher würmelnd auf dem Boden kriechen, nach oben äugen um den richtigen Augenblick zu nutzen, um dem sonst so starken Gegenüber in einer schwachen Sekunde den Giftzahn zu setzen. Reingebissen herzhaft, gierig. Es äugt, es äugt. Wehe dem, der einen Augenblick nur unachtsam war – schon zeckt es sich ein – parasitenmäßig. Würmel Du nur weiter während ich bisweilen heiter bunte Schmetterlinge staune. Staune, wie sie dennoch tanzen im märchenhaften Licht. Sie können fliegen, was Zeck noch nicht gemeckt. Und fliegen ist gut, doch fehlt Dir der Mut, wirds nicht gelingen und dennoch werden Blumen singen, auch dem der noch suchend doch hoffend irrt. Der Glaube wird die Berge versetzen und schliesslich die Augen benetzen mit Freudentränen, wenns gelingt, weils schliesslich, ist der Wille da, gelingen muss. dies ist für heut der Weissheit letzter…  😉

prudery

there is too much prudery on earth – strange thing – everyone has been procreated… wasn’t it a natural act? the child was born and education began >>> a hard process of modification. human beings invented taboos – the most important (I think) the death and sexuality – absurd development. where do we come from?

von bunten Schmetterlingen

Wie gut,dass es sie gibt, fabelhafte Wesen, schwerelos und farbenfroh durch die Lüfte gleitend, alles zähe, lähmende Grau erblasst, geblendet von leuchtender Schönheit, selbst entrückt und nicht mehr fähig, im Sumpf der depressiven Masse weiterzurühren, klebrige Spinnweben zu bauen, giftige Säfte auszuspucken, um andere zu erniedrigen. Erniedrigen, um sich selbst groß zu fühlen. Vorbei die grausamen Spielchen manipulativer Macht. Der himmlische Wind bläst sie weg, er macht, dass selbst die Grauesten wieder lachen und tanzen lernen, denn selbst im Düstersten schlummert ein heller Kern. Hinab in die Tiefen des Selbst tauchen, die Trauer, den Schmerz entdecken, um am Ende zurückzufinden, zurück zur Leichtigkeit, zurück ins Licht. Befreit atmen und sein…

das Mensch

eifersüchtelnd, neidisch schielend, beäugend, musternd den anderen. den anderen beschuldigend – selbst ja niemals sein kann schuldig – armes Mensch, Würmlein, kriechend, gräulich, schleimend. So schleimend, dass fast selbst erstickend im zähen Nass, furchterregend, Fratzen schneidendes Etwas. Kläglich sich an Formen, überaus schlauen Strukturen festhaltend – es würmt gar fürchterlich, es würmt so sehr, dass selbst das graueste Grau sich gar erschrecken tut. Oh erbärmliches Kriechgetier! Würmel Du nur weiter, angepasst so hochprozentig, höflich grinsend, falsch – schwindelerregend geheuchelt. Überflüssiges Floskeln ausspuckendes Wesen – bleib mir fern. Lieber ehrlich, direkt, geradeaus, dem anderen mit Respekt und Achtung begegnen, wahrhaft begegnen und Glück empfinden, dem anderen gönnen, teilen, teilhaben lassen und gemeinsam wachsen, sich freun an dem, was entstehen kann. Schenken und gönnen, staunen über das, was der andere vielleicht besser kann und lernen. Lieben und lieben lassen.
P.S. Eifersucht ist übelflüssig

irgendwann

Irgendwann werde ich eine Web-Seite erstellen mit dem Titel:“ Ich reg mich nicht auf!“ ;o) Das meine ich toternst. Da kommen dann alle Sachen rein, die man normalerweise nur denkt aber eben lieber nicht sagt. Es ist mir zu viel Hohlraum unterwegs. Wenn ich heute die Möglichkeit gehabt hätte irgendwo schöne Tapeten mit Blümchenmuster mit meinen langgewachsenen Fingernägeln runterzukratzen…ich hätte es getan. Hat mir aber leider niemand angeboten. So harre ich der Dinge, ich warte karfreitaglich ab. Ich frage mich ja immer wieder, wozu der Mensch ein Hirn hat. Ja, richtig: zum Denken – – – dachte ich auch. Irrtum, – ist leider des öfteren nicht so. Nein, ich werde jetzt nicht erläutern, weshalb ich am liebsten Tapeten zerkratzt hätte – bringt uns nämlich auch nicht weiter. Sicher, ich kann fluchen, jaulen, schluchzen, weinen….ach ja und dann? Ja dann möglichst schnell an positive Dinge denken. Es ist besser, sich nicht in negativen graulastigen Spinnweben zu verhaken – meine Farbe ist Türkis. Das Leben ist ein Hindernislauf – wenn wir es schaffen, die Hindernisse leichtfüssig zu überwinden können wir wachsen. So betrachte ich das heutige absurde Szenario mit einem sanften Lächeln. Was nicht tötet, härtet ab. Ich mutiere langsam aber sicher zur Schildkröte.

mächtiger Unsinn

„Unsinn macht Sinn. Macht keinen. Macht also Unsinn!“

Susanne Hahn  2011

Glauben oder Wissen

Wenn Wissen Macht ist, sollte man also mehr wissen…???

Macht Macht denn glücklich?  macht Wissen glücklich?

Ist es nicht viel eher so, daß das Wissen uns in den Abgrund zieht?

Wer glaubt heute noch?

“die Gedanken sind frei” – sind sie das wirklich?

der Skeptiker und der Gutgläubige

wer verspottet wen?

Leben und leben lassen – es wäre das Paradies.

Susanne Hahn

28. April 2011

 

wie der Vogel im Wind…

Wenn Du einen Vogel in einen goldenen Käfig setzt wird er nicht mehr singen.

Oder vielleicht wird er singen – Klagegesänge.

Seiner Freiheit beraubt möchte er fliegen und wird elend zugrunde gehen.

 

Der Hund an der Leine, ziehend, keuchend, nach Luft ringend,

dem Herren untertänig und treu.

 

Nein. Dann doch lieber eine Katze, die sich frei bewegen

darf, die macht, was sie will und was ihr gut tut.

…und dann hört man sie schnurren.

 

Ja. Ich glaube, ich bin für schnurrende Katzen, die sich wohl fühlen.

 

Aber auch eine Katze braucht etwas zu fressen und bestimmte Rituale.

Irgendeine Art von Absprache gibt es doch.

Kein Leinenzwang aber ein Band der Freundschaft.

 

Der Mensch ist ein Wesen, das sich zwischen Verpflichtungen

und Freiheiten bewegt. Termine können bisweilen auch die Luft

zum Atmen nehmen. Das kommt auf den Termin an und wie

wir damit umgehen.

Wer sagt denn, dass man sich bis ins letzte Detail festlegen muss?

Wir sollten uns die Freiheit nehmen einiges offen zu lassen.

Es ist lediglich die Möglichkeit, sich in irgendeiner Weise mitzuteilen.

Ob in Worten oder Musik, ob ernst oder komisch.

Irgendetwas haben wir immer zu sagen.

Überraschungen sind sowieso am Schönsten.

Spontaneität und Flexibilität sind so wichtig und werden viel zu wenig

gelebt. Der Deutsche und die Sicherheit. Schrecklich.

 

Ein Zauberer lebt in seiner Welt und muss doch spontan sein können

und er muss sich frei fühlen von allen Zwängen –

sonst kann er eben nicht zaubern.

 

Vögel, die singen….Hunde, die bellen und Katzen, die schnurren.

und: freie Geister                         Leben.

 

 

 

wenn ich ein Dichter wär…

An einem nassen, grauen Januartag blickte sie aus dem Fenster

und dachte nach. Ist es denn sinnvoll zu denken? Oder ist es sinnvoller zu sein?

Eine kleine Prise Gedachtes vermengt mit einer Prise Reflektion, ein Hauch von Konversation  ergibt ein fantastisches Menu.

„cogito ergo sum.“ und wenn ich nicht mehr denke, bin ich nicht mehr?

Sind nicht die schönsten Momente im Leben diejenigen, in denen ich es schaffe, nicht mehr zu denken? Schwerelos, befreit… fähig, wahrzunehmen, dem Kosmos zu lauschen

Warum fahren so viele Menschen ans Meer? Das Rauschen des Meeres ist grenzenlos und befreit die Sinne. Alles Überflüssige wird weggespült und wir können wieder atmen.

„grenzenloses Rauschen, lass mich dich belauschen“         in diesem Sinne

 

 

in der Ruhe entdeckt sich die Langsamkeit

RUHE

die Kraft der Poesie. ob ich im Moment tatsächlich poetisch sein kann?

ich könnte nun sagen: weniger ist mehr und nur ein einziges Wort posten.

dieses einzige Wort hätte dann so viel Raum, dass seine Wirkung grenzenlos wäre.

vielleicht wäre es ja sinnvoll, langsamer zu denken. da schmunzelt nun der Meditierende.

i c   h         s c  h    r     e      i       b        e             –      a          l            s          o            b       i        n             i       c         h

es hat überhaupt keinen Sinn immer alles schnell, schnell und halbgar zu erledigen. wir sind hier ja schliesslich nicht beim Marathon. „wer am schnellsten ist, hat gewonnen“ – ich fand das in meiner Schulzeit schon immer so blöd. Jetzt rennen wir um die Wette… und dann? bereits beim Startpfiff hat mein innerer Wille versagt. Dann musstest du den Hintern nach oben gen Himmel recken – alleine diese seltsame Körperhaltung hat mich restlos demotiviert. Ich wäre lieber rückwärts gelaufen. mittlerweile fühle ich mich eher schwebend. könnte ich fliegen, würde ich gerne den Irrsinn von oben betrachten. Geht es wirklich darum, wer mehr, wer schneller kann und besser weiss? besser wissen: kann „man“ das??? wirklich???

…betrachte ich eine Katze oder einen Hund wird mir ganz wohlig. wenn sie sich genüsslich räkeln. sie haben jedenfalls die Langsamkeit für sich entdeckt. von ihnen können wir so einiges lernen.

 

 

HEIMLICH,STILL UND LEISE…

flehen meine Lieder

leise flüstert er ihr ins Ohr: ich liebe dich
sie lächelt
ein kostbares Geheimnis
ein geheimer Schatz – besonders und strahlend schön
er leuchtet im Dunkeln
sie kann die Strasse erkennen – sie führt geradeaus
so einfach und doch so schwer

die Blümelein, sie schlafen und wachen zugleich
sie wissen so viel…so viel, wie wir uns nie
erträumen können
die Blumen und die Bäume – sie sind wahrhafte Träume

ROME

rainy days in Rome – You become friends with the drops of heaven and You discover the beauty of colors and light…if You pay attention You’ll hear an old melody of a hurdy-gurdy once upon a time „dolce carillon“

and one day later – a thunderstorm with all it’s force is singing a rumbling song – the sun comes back
– silence – painting dancing rainbows

ITALIAN DRAMATIC

cooperation with Gianluca Attanasio (Rome)
you can hear my cello in the first and second track
the second track I play 4 voices (violin, viola,cello,bass)
a special “tango triste”
drama with happy end? have a look…

SOFIA’S PROMISE

Der Denker

Finde deine Mitte und sag’s mir bitte,

wenn du sie gefunden hast dann bin ich gern bei dir zu Gast.

Finde deine Mitte und sag’s mir bitte.

Ein Fuß nach dem andern werd ich mit dir wandern.

Ich werde dich führen – wirst Bodenhaftung spüren.

Finde deine Mitte und sag’s mir bitte.

 

Das Träumen und Schweben ist nun vorbei,

das Spinnen und Weben einerlei.

Ich habe eine Bitte – finde deine Mitte.

Es ist an der Zeit – genug mit dem Leid.

 

Den Sinn des Lebens den wirst du nicht finden,

drum öffne die Augen und lass uns entschwinden

dahin wo die Blumen singen

und dir wieder Hoffnung bringen.

Die staubige Höhle braucht dich nicht

willst Du leben so folge dem Licht.

Ich habe eine Bitte : finde deine Mitte!

Wenn du sie gefunden hast dann bin ich gern bei dir zu Gast.

Finde deine Mitte und sag’s mir bitte!

 

 

Susanne Hahn