Susanne Hahn violoncellist, pianist, composer

Susanne Hahn
was haben wir gelernt?

Frage: was haben wir in der Schule gelernt?

Im Nachhinein erscheint mir alles sehr abstrakt. Wenngleich mein Vater Oberstudiendirektor war 😉

Ich hatte einmal einen wundervollen Deutschlehrer, der mich nach meiner Äußerung, daß jemand nicht normal sei fragte: “ Susanne, was ist normal?“ Bis heute kann ich diese Frage nicht vergessen, sie durchbohrte mich und ich erstarrte zu Eis, da ich wirklich nicht antworten konnte. Was ist normal? Ich finde diese Frage immernoch genial. Herr Kluge ist kurz danach gestorben. Es gab also diese goldenen Ausnahmen von denen ich wirklich was lernen konnte. Aber allgemein – fĂŒrs Leben….was haben wir da gelernt? Wenn ich mir etwas wĂŒnschen darf fĂŒr unsere Kinder so sind es neue, kreative SchulfĂ€cher. Es wird zu viel vorgegeben, das freie Denken verhindert. Am Ende funktioniert man und findet sich normal, der Norm entsprechend. Wir funktionieren in einem Hamsterrad. Nein. Dann doch lieber ein bunter und hoffentlich individueller Schmetterling. Danke, Herr Kluge, fĂŒr diesen wirklich positiven Impuls. Ich bin und bleibe eine NĂ€rrin.

er schöpft

Neid, Mißgunst, Eifersucht, Machtspielchen – erklĂ€r es mir – wozu?

Ist es nicht schöner gemeinsam dankbar zu sein fĂŒr das, was ist?

Mit irrsinnigem Wissensdrang, ĂŒberflĂŒssigen Technologien und Maschinerien entfernen wir uns immer mehr vom Wesentlichen.

vor lauter Furcht ein leises Wispern – ist das noch Leben ?

nicht doch lieber ein mutiger Sprung ins befreiende Naß, Freude spĂŒren und lachen?

Wenn die Musik verstummt wird alles grau.

Traut ihr euch noch ? Ist es nicht an der Zeit, sich zu besinnen statt aners denkende zu zwingen…. das MACHT doch alles keinen Sinn. Ich sehne mich nach wahrer StĂ€rke.

wiederentdeckt

eine alte Poesie auf irgendeinem vergessenen Zettel

Erinnerungen werden wach

„Wohin ich gehe, ich weiß es nicht

ins Ungewisse, vielleicht ins Licht.

Die Dunkelheit sie mag verschwinden,

wo Elfen sind will ich mich finden. “      Amen.

Eifersucht

wenn er mit Eifer sucht

ist er dann ganz verflucht?

Mit Eifer geifert er sich hoch

wozu? weshalb? warum?

der Eifer sucht sich einen Grund

sich schlecht zu fĂŒhlen – herum zu wĂŒhlen

da grunzt er sich nach unten

so tief, dass einem graut.

Komm endlich aus der Haut

und freue Dich an dem, was ist.

er hört mich nicht, will lieber denunzieren,

nach draussen Àugen und parieren

Stiefel lecken, Schleimspur schmieren.

Gibt es nichts besseres zu tun?

Ich hoffe doch, er wandelt sich.

tut er es nicht, verschlingt er sich wohl selbst

wer sich nicht helfen lÀsst, dem ist ganz einfach nicht zu helfen

 

 

der Vogel

Der Kompromiss, das Jain; ist leider nicht wirklich eine Lösung.
Menschen haben unterschiedliche BedĂŒrfnisse und es ist klar, dass sobald zwei oder mehrere kontrĂ€re Persönlichkeiten aufeinandertreffen, automatisch Konflikte entstehen können.
Ziel wĂ€re, dass sich jeder einzelne wohlfĂŒhlt. Sobald einer gezwungen ist, etwas zu tun, was ihm nicht guttut, entsteht ein Ungleichgewicht. Gehen wir zurĂŒck zum Ursprung: Die Mutter zwingt das Kind, das zu essen, was auf dem Tisch steht…egal, ob es Hunger oder Appetit hat oder nicht.
Das Kind leidet, da es sinnlos unterdrĂŒckt wird. Es wird nicht gesehen und missbraucht. Das Kind wird erwachsen und kann nun selbst entscheiden. Das grosse Kind ( wenn es damals massiv unterdrĂŒckt wurde ) wird natĂŒrlich protestieren. Manche kommen aus der Protestphase nicht mehr heraus und rebellieren ihr Leben. Der Drang nach Freiheit ist grenzenlos groß.
Aber was ist Freiheit?

Der Adler, der mit breiten FlĂŒgeln durch die LĂŒfte gleitet.
Der Wind, welcher ihn trÀgt, sein guter GefÀhrte.
Schwerelos und dennoch zielgerichtet – so greift er sich sein GlĂŒck.

Der Erdwurm kriecht im Staub und bohrt sich in die Tiefe – vor Neid will er erblassen.
Er muss es nicht, er will es wohl – warum auch immer.
Den Staub gefressen fĂŒhlt er sich klein, in seinen Bau darf keiner rein,
so grĂ€mt er sich und krĂŒmmt sich sehr
die Sonne sah er lang nicht mehr.
„Ich möchte leiden und hinab, ich baue mir mein eignes Grab“

Verkriech Dich nur und bade Dich im Leid
Der Schmetterling, einst Wurm ist bald bereit
die FlĂŒgel auszubreiten, zu fliegen und zu gleiten.

1+1=2

1+1=2 es ist wirklich so.

keine Zeit

keine Zeit? das gibt es nicht
wenn Dir etwas wichtig ist, nimmst Du sie Dir. 1+1=2

Hoffnung

da die Hoffnung zuletzt stirbt, sterben wir alle vorher
wir sind also sterblich, auch wenn das keiner wahr haben will.
den Tieren und den Pflanzen ist es wohl bewusst und sie nehmen es so hin
Sie haben den Sinn des endlosen Kreislaufs verstanden
nur die Menschen begreifen nicht, dass sie auf einem wundervollen Planeten wohnen
es gibt kein Vorher und kein Hinterher. Alles findet gleichzeitig statt.
Deshalb wÀre es sinnvoll hier und jetzt paradiesisch zu leben.
Angst ist kein guter GefĂ€hrte. Lieber gemeinsam glĂŒcklich.

Dunkel war’s, der Mond schien helle

Dunkel war’s, der Mond schien helle, Schnee lag auf der grĂŒnen Flur. Als ein Wagen blitzeschnelle langsam um die Ecke fuhr. Drinnen saßen stehend Leute, schweigend ins GesprĂ€ch vertieft, als ein totgeschoss’ner Hase auf der Sandbank Schlittschuh‘ lief.(Joachim Ringelnatz)
Mama, wann ist das Kasperletheater vorbei? – Sei still Kind und spiel weiter! – Was soll ich denn spielen? – RotkĂ€ppchen und der böse Wolf! Mama, ich verstehe meine Hausaufgaben nicht. 1+1 soll 4 sein. – Sei still Kind und rechne brav weiter! Wenn Du lieb bist, darfst Du nachher fernsehen.

wer alles glaubt

Es ist alles vollkommen absurd. Diese Welt ist nicht mehr zu retten.
Du könntest beispielsweise sagen: „die Erde ist oval“ Du mĂŒsstest es nur oft genug wiederholen und sie wĂŒrden es glauben. Die braven Kinder mit den Zwangsmaulkörbchen dĂŒrften in Zukunft Eier an die Tafel malen, vielleicht ja in der Hoffnung, wenn sie das oft genug gemacht haben, dass der Osterhase trotz angeordnetem Diskretionsabstand noch kommt. Das Prinzip der Wiederholung. So funktioniert Mode ebenfalls. Eine Dame schnĂŒrt sich aus Eitelkeit den Bauch zusammen bis sie ohnmĂ€chtig wird, die anderen machens alle nach. Eine Zeit lang gab es das schon….Panikmache wegen zu hoher Sonneneinstrahlung. Die Damen trugen also immer Sonnenschirmchen mit sich. Jetzt schmiert man sich eklige Chemie auf die eh schon so strapazierte Haut. Wenn genug Werbung dafĂŒr gemacht wird, klappt das schon. Sie werden das Zeug schon irgendwie los. Volksverblödung im grossen Stile. Erst lernt man in der Schule 1+1 = 2 … Pustekuchen. Ist gar nicht so. Heute rechnen wir gaaaanz anders. Immer ein paar Nullen dazu. Sieht einfach hĂŒbscher aus

der Berg rief

solange verstummt, da er gerufen hat
das frische GrĂŒn geatmet – endlos, schwerelos
so gut, nicht immer denken zu mössen
kostbares Wunder Natur – endlos dankbar und froh, dass es Dich gibt,
dass es euch gibt, ihr wahren Geschöpfe.
So bin ich nie allein, wenngleich ich eremitisch bin und lebe im Jetzt.
Nun regnets wieder bittre TrĂ€nen – nicht ich – es weint die Welt, ja:
Mutter Erde ist betrĂŒbt, jedoch gleichzeitig vergnĂŒgt.
Der Kosmos ist endlos, die Erde ist klein, das Brot ist hart und giftig der Wein.
Trink nicht daraus, besinne Dich : Du bist die Mitte, kannst vieles bewegen.
selbst, stĂ€ndig Dich erneuern – niemand kann Dich jemals feuern
Dein Leben hast Du in der Hand, der Weg ist steinig, kann sich verwandeln in goldnen Sand
und Du kannst handeln. Hörst Du auf Deine innre Stimme so ist der sichre Seiltanz Dir gewiss…
Du wirst nicht fallen, nein.
Die langen Nasen werden nicht gewinnen, zu finster ist ihr Spinnennetz
dass selbst der Dunkelste von allen sich mÀchtig graut.
Die Macht des Grauen und des Grauens, da ist mir doch das Schwarze lieber
als dieses zÀhe, feige SchleimgebrÀu widerlicher Schmierlappen.
Wo sind die Ritter mit dem graden RĂŒcken? da! Ich sehe sie am Horizont.
Sie kommen und mein Herz wird leicht, es schlÀgt von Neuem unbeschwert.
Ich freue mich auf das, was kommt. Lichte Gestalten, bunte Schmetterlinge
Ihr seid willkommen. So wird das Leben wieder lebenswert und Liebe wird uns sanft vereinen.

willkommen

Wer hat hier eigentlich Angst? Vielleicht ja diejenigen, die Angst und Schrecken verbreiten? Und deshalb schlagen sie um sich? Angst vor etwas, was viel mĂ€chtiger ist als wir alle. Eine Kraft, die kein Wissenschaftler der Erde jemals fassen kann, so gerne er es tun wĂŒrde. WĂ€re es klug, mit denselben Waffen zu antworten? Ich glaube nicht, denn schliesslich wollen wir Frieden…oder ? Ich möchte Frieden und wĂŒnsche mir, dass alle, die sich besinnen, glĂŒcklich sind… Versucht nur weiter Gott zu spielen – es ist sinnlos. Jeden Tag sterben Menschen und jeden Tag werden Menschen geboren. Das ist der Lauf des Lebens und so sind wir traurig, wenn ein uns naher Mensch stirbt und freuen uns ĂŒber unsere neuen Wunder. TatsĂ€chlich sind sie wundervoll unsere unschuldigen Mitbewohner, die Kinder. Doch sie bleiben nicht Kind, werden erzogen und manche bekommen nach und nach grausame ZĂŒge. Ein spannendes Wort grau – sam. Ich sĂ€he das Grau ? Nein. Ich wĂŒnsche mir bunte Geister, lachende Gesichter, Menschen, die noch trĂ€umen können. Lasst uns trĂ€umen und die Welt verĂ€ndern in eine positive Richtung. Jeden Tag werden auf der Welt 225.690 Kinder geboren! Na dann… hoffen wir, dass sie eine friedliche und schöne Zukunft haben. Herzlich willkommen auf unserem Planeten.

die Ruhe vor…

natĂŒrlich ist es gut, unter einem Baum zu sitzen und zu meditieren. es ist fantastisch… ach,wĂ€re ich froh, wenn ich das ununterbrochen könnte. es passiert so viel im Moment…nicht nur um mich und dennoch ist es still. die Ruhe vor dem Sturm vielleicht. wer weiss, was als nĂ€chstes kommt. so viele Überraschungen, dabei habe ich doch gar nicht Geburtstag. – oder doch? Haben wir alle Geburtstag? Dann zĂŒnde ich eine Kerze an. jede Erfahrung macht mich reicher, egal wie krass sie ist. Ich bin einfach nur ein Mensch und habe das BedĂŒrfnis durchzuatmen…eine Pause und so tauche ich ein in das Land der Farben, der Bewegung, lass mich treiben im Kosmos der unendlichen KlĂ€nge… denke ich nicht, werde ich leicht und kann wieder fliegen. lasst uns trĂ€umen – habt einen entspannten Abend

Sterne

Wenn es das Dunkel nicht gĂ€be, könnten die Sterne nicht leuchten – so danken die Sterne der Nacht
und auch der Mond. Doch sobald die Sonne erscheint verblassen alle. Immer wieder wird es Nacht, doch im Moment ist die Dunkelheit bestĂ€ndig. Wie gut, dass es euch gibt, lichte Gestalten, ihr treuen GefĂ€hrten. Warten auf ein Wunder welches die Herzen wieder schlagen lĂ€sst. Eine liebevolle, warme Umarmung, ein krĂ€ftiger HĂ€ndedruck und ein befreites LĂ€cheln. Dann werden wir tanzen und singen – grenzenlose Liebe nach einem heftigen Beben und reinigender Kraft.
das Wahrhafte wird die List besiegen, die Trauer wird dem Frohsinn weichen, Ich bin, ich atme und nicht mehr. Genug getan – besinnungsloses Treiben. In Deiner Mitte angekommen wird Dir die Schwere ganz genommen. Frei wie ein Vogel kannst Du fliegen und trĂ€umend in der Sonne liegen.

bunt

Im MÀrchenland der Fantasie trÀumen wir uns unsere Welt, wie sie uns gefÀllt.

In jeder Seele steckt ein heller Kern, mal ist er spĂŒrbar, mal ist er fern.

Egal ob dunkel oder hell, der Finstre findet Sterne grell, er darf es und sie leuchten weiter.

Der Schmerz verschwindet, wenn er selber leuchten lernt und schließlich wird er heiter.

Der Weg ist lang, so lernen wir dazu. Bis wir dann endlich sterben keine Ruh.

Reich mir die Hand und komm ins Land der TrÀume, der Elfen und der BÀume.

Demo- oder Demmokratie?

Können wir unsere Meinung heute noch frei Ă€ußern??? Es wĂ€re schön. Ein Hoch auf jeden, der das noch tut. Es gibt so und so schon zu viel Graues auf dieser Welt. Ein Meer von Angepassten, die stĂ€ndig auf der Hut sind und im Alter einen Buckel bekommen. Das nennt sich dann die „devote Kurve“. Ich habe heute Abend beschlossen, dass ich mir jetzt auch alle möglichen Krankheiten ausdenke, fĂŒr diejenigen, die die „anderen“ fĂŒr verrĂŒckt erklĂ€ren. Krankheit Nr.1 also: die devote Kurve. Krankheit Nr.2 Grinzomanie (gezwungen höfliches Grinsen) Nr.3 Arrrogamie ( verbunden mit unnötiger Besserwisserei ) Allen einen besinnlichen 3. Advent 😉

Demmolieren > Demmokratie

PS: meine Meinung: Wir sind nicht alle Schuld an allem Übel. Es werden immer Schuldige gesucht oder SĂŒndenböcke oder eben schwarze LĂ€mmer. Das ist eine der schlimmsten Volkskrankheiten. Schlecht ĂŒber den Nachbarn reden weil er anders ist oder anders denkt. Ob sich das iregndwann mal Ă€ndert? das wĂ€ren dann paradiesische ZustĂ€nde.

Der Adler

Der Kompromiss, das Jain; ist leider nicht wirklich eine Lösung.
Menschen haben unterschiedliche BedĂŒrfnisse und es ist klar, dass sobald zwei oder mehrere kontrĂ€re Persönlichkeiten aufeinandertreffen, automatisch Konflikte entstehen können.
Ziel wĂ€re, dass sich jeder einzelne wohlfĂŒhlt. Sobald einer gezwungen ist, etwas zu tun, was ihm nicht guttut, entsteht ein Ungleichgewicht. Gehen wir zurĂŒck zum Ursprung: Die Mutter zwingt das Kind, das zu essen, was auf dem Tisch steht…egal, ob es Hunger oder Appetit hat oder nicht.
Das Kind leidet, da es sinnlos unterdrĂŒckt wird. Es wird nicht gesehen und missbraucht. Das Kind wird erwachsen und kann nun selbst entscheiden. Das grosse Kind ( wenn es damals massiv unterdrĂŒckt wurde ) wird natĂŒrlich protestieren. Manche kommen aus der Protestphase nicht mehr heraus und rebellieren ihr Leben. Der Drang nach Freiheit ist grenzenlos groß.
Aber was ist Freiheit?

Der Adler, der mit breiten FlĂŒgeln durch die LĂŒfte gleitet.
Der Wind, welcher ihn trÀgt, sein guter GefÀhrte.
Schwerelos und dennoch zielgerichtet – so greift er sich sein GlĂŒck.

Der Erdwurm kriecht im Staub und bohrt sich in die Tiefe – vor Neid will er erblassen.
Er muss es nicht, er will es wohl – warum auch immer.
Den Staub gefressen fĂŒhlt er sich klein, in seinen Bau darf keiner rein,
so grĂ€mt er sich und krĂŒmmt sich sehr
die Sonne sah er lang nicht mehr.
„Ich möchte leiden und hinab, ich baue mir mein eignes Grab“

Verkriech Dich nur und bade Dich im Leid
Der Schmetterling, einst Wurm ist bald bereit
die FlĂŒgel auszubreiten, zu fliegen und zu gleiten.

HOKUSPOKUS

hokuspokusfidibus – wer gerne zaubert, verzaubert ist herzlich willkommen.

Ich wĂŒnsche mir allerdings positive Impulse. Wusstet ihr schon, dass alles, was wir anderen antun wie ein Bumerang auf uns zurĂŒckkommt. Wir sollten uns also genau ĂŒberlegen, was wir tun oder welche Botschaften wir verbreiten. Wenn wir jemanden Blumen schenken, beschenken wir uns gleichzeitig selbst. Was ist schöner als ein LĂ€cheln einer beglĂŒckten Seele? Gibt es Menschen, die nicht glĂŒcklich sein wollen? Und : Was ist GllĂŒck fĂŒr Dich???

4/4

Warum der 4/4tel Takt die deutsche Musikwelt so beherrscht? Es ist die hĂ€ufigst benutzte Taktart. Wieso ? Spielt eine Band zwischendrin tatsĂ€chlich einen 6er fĂ€llt das sofort auf. „linkszwodreivier“ Können wir das brechen??? WĂ€re ja zu schön. Ich sitze gerade an meiner Steuer … da passt der 4er sehr gut. Ich hoffe, ich komme da bald wieder raus. Ein Hoch auf die Vögel, ein Hoch auf das Meer. Sie zwitschern, es rauscht und wir empfinden es als angenehm. Es gibt Ordnung und dennoch Chaos. So kehrt die Welle zurĂŒck – könnte man meinen. Jedoch ist jede Welle anders und jeder Vogel ein Individualist (behaupte ich). Was ist schöner ? Ein Vogel oder ein Airbus ? Ich bevorzuge den Vogel. Er singt nicht im 4/4tel Takt. oder? Alles, was vor dem Menschen schon da war, ist genial. Wir brauchen dem nichts hinzuzufĂŒgen. Mache ich Musik, bin ich lediglich ein Teil von allem. Ich bin.

der Baum

Ein gesunder Baum steht von alleine. Er ist verwurzelt und Eins mit der Erde. Er braucht die Erdung und gleichzeitig wĂ€chst er nach oben. Er braucht Luft und er braucht Wasser. So unendlich weise, ein stiller und stetiger Beobachter. Seine Reise findet im Inneren statt – er steht. Seine Botschafter und treuen Freunde sind die Vögel und Schmetterlinge. So leben sie eine wundervolle Symbiose, wenngleich sie doch so gegensĂ€tzlich sind. Wenn wir das auch könnten, wĂ€ren wir ein ganzes StĂŒck weiter. Die kleinen Menschen schaffen oft Probleme, wo es keine gĂ€be. Man könnte fast denken, sie brauchen diese Reibung um zu sein. Welch ĂŒberflĂŒssige Verknotungen. Wie unendlich schlauer sind die, die wirklich fliegen können.

Angst

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So macht ihm alles, was neu ist oft Angst.
Das ist in Ordnung, wenn wir es schaffen, die Angst zu ĂŒberwinden. Was Angst alles verhindern kann ist unfassbar. So versichert man sich und ist sich dann nicht sicher, ob man sich richtig versichert hat. Der SicherheitsschlĂŒssel, die Alarmanlage, der gezahnte, eiserne Gartenzaun. Was sehe ich heute in Herrsching am See? Einen wundervollen Sprungturm, der nun gesperrt wurde aus SicherheitsgrĂŒnden. Es ist zu gefĂ€hrlich, ins Wasser zu springen…es könnte sich ja jemand verletzen. Dann darf ich ja gar nicht mehr aus dem Haus gehen. Die einen bauen einen Turm, die anderen sperren ihn. Die einen erfinden tolle Programme, die anderen erfinden Viren, die alles zerstören. Der ganz normale Wahnsinn. Die Tiere sind definitiv klĂŒger als wir. Ein Vogel denkt nicht darĂŒber nach, ob er abstĂŒrzen könnte, wenn er fliegt. Er geniesst den Flug – Gott sei Dank. Ich bin fĂŒr den freien Flug und einen glĂŒcklichen Sprung ins erfrischende Nass.

Klarheit

Ehrlich ist gesund, höflich oftmals schon verdreht.
Und wozu fĂŒhrt es? Kann ich auf Höflichkeit ein Haus erbauen?
Sind nicht die wahrhaft direkten Begenungen die Schönsten?
Deshalb liebe ich es, zu improvisieren, Musik zu machen,
im Moment zu leben, das wahrzunehmen, was ist. Musik ist eine wundervolle Sprache
ohne Worte und direkt ins Herz. Die Ehrlichen sind mir die Liebsten.
Ohne ĂŒberflĂŒssige Verknotungen geradeaus und klar. Danke.

die Antwort

so lange habe ich nicht mehr geschrieben…nach einem klaren Ja folgte Aktion

Es musste einges bewegt werden… fĂŒr philosophische Gedanken, oder besser gesagt, dafĂŒr, sie niederzuschreiben, war keine Zeit. Somit wurde die so gerne Schwerelose endlich irdisch. Das Ja versetzt Berge und Berge geben klare Antworten. Das Zauberwort hiess „Menschlichkeit“ … und Gott sei Dank – nach der Entscheidung musste nichts mehr gedacht werden. Es ergab sich alles von selbst. NĂ€rrisch und unwissend ins Abenteuer getaucht…als hĂ€tte sie das Buch fĂŒr sich selbst geschrieben. Das Buch, welches sich ohnehin alleine schrieb. Getrieben, sanft angeschoben immer in eine Richtung.

So befindet sie sich auf ihrem Pfad und ist.            Ich bin fĂŒr heute die dritte Person – warum auch immer.

Entscheidung

Es ist nicht leicht, als Waage, immer sofort die richtige Antwort zu finden.
Manchmal locken Angebote, die nicht die Richtigen sind. Was will ich, wozu mache ich das, was ich mache? Ich brauche Inhalte, die mich ĂŒberzeugen. Ich möchte reflektiert handeln. Ich freue mich, wenn ich mit dem, was ich mache, Menschen erreichen kann. Es ist fĂŒr mich viel wichtiger als scheinbarer Erfolg. Das Irdische ist oft endlos absurd. Ich möchte dem entgegenwirken. Es ist so einfach und vielleicht deshalb sehr kompliziert. Das Mensch denkt zu viel. Ich möchte mich auf das Wesentliche konzentrieren und glaube, daß jeder Mensch eine Mission hat, seine ganz individuelle. Es ist gut, herauszufinden, worin sie besteht. Dann ist es notwendig, allem, was dieser Entwicklung entgegenwirken kann, zu entsagen. Eine klare Antwort in eine Richtung. Die Energie bĂŒndeln und entschlossen handeln.
Ohne Entscheidung wird es Zweifel geben. Zwei fel. So wagt die Waage endlich eindeutig Ja zu sagen.

l(i)ebenswert

Wie schön, wenn man eine Sprache spricht und trotzdem verstanden wird. Es sind die besonderen Momente, die das Leben lebenswert machen. Dann muß ich feststellen, dass ich reich bin. Mein Umfeld hat mich breichert und ich bedanke mich. Manchmal sind es nur ein paar Worte, die fallen und der Urheber ist sich dessen vielleicht gar nicht bewusst, dass er damit etwas bewirkt hat. Es gibt Menschen, die mich, obwohl ich sie gar nicht sehe, begleiten. Mein Leben lang. So gab es einen Cellisten in Frankreich, der mir immer Mut machen wollte, sobald ich an mir zweifelte. „Si tu veux, tu peux“ (wenn Du willst, kannst Du) oder eleganter „Wo ein Wille ist, ist ein Weg.“waren seine Worte. Glaube, Liebe, Hoffnung…und dann Berge versetzen. Ist das das Ziel? Gibt es ein Ziel, wo es doch den Weg gibt und der Weg ja vielleicht viel wichtiger ist? Ich bin, also denke ich lieber nicht, sondern lasse mich treiben. Ich finde lieber als zu suchen. Ich warte nicht – erwarte nicht – also atme ich. Alle Wege fĂŒhren nach Rom.

bewundernswert

In unserem Viertel gibt es einen Mann, der mit einem langen Holzspieß regelmĂ€ĂŸig den MĂŒll der anderen beseitigt.
Das besondere dabei ist, dass er strahlt, er scheint das gerne und aus Überzeugung zu tun,ist immer gut gelaunt und begrĂŒĂŸt einen mit einem LĂ€cheln. Er wirkt auf mich außerirdisch und ich frage mich, ob wir das vielleicht alle tun sollten. Dann hĂ€tten wir bald paradiesische ZustĂ€nde. Immerhin gibt es nun weniger Plastik-TĂŒten. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Überraschung

Die schönsten Dinge im Leben passieren oft dann, wenn man ĂŒberhaupt nicht damit rechnet,
oft dann, wenn man nicht eisern ein Ziel verfolgt, sondern einfach ist.
Im Hier und Jetzt angekommen betrachtet man die Dinge, wie sie eben sind.
Die lichten Momente, diese wundervollen Überraschungen, geben uns Kraft und machen das Leben lebenswert.
Ich danke all denjenigen, die mein Leben so wunderbar bereichern.

Poly

Meine Musik ist des öfteren polyrhytmisch – warum? Es geht mir nicht darum, möglichst kompliziert zu wirken – im Gegenteil. Es ist fast nie so, daß ich vorher beschließe, welche Rhythmen ich miteinander verbinde. Meistens entsteht alles von alleine und erst hinterher beginne ich zu analysieren, was eben entstanden ist. Manchmal wundere ich mich und muß schmunzeln. Eigentlich ist es ganz einfach. Nehmen wir an, das Klavier spielt kontinuierlich im 5-er, das Cello hingegen im 3-er, sie treffen sich jedesmal auf der Eins. Was ist daran kompliziert? Wenn ein großer Mensch mit langen Beinen und ein kleiner mit kurzen nebeneinander herlaufen denkt ja auch keiner darĂŒber nach, daß sie nun im Gleichschritt gehen mĂŒĂŸten – militĂ€risch korrekt. Ein Sizilianer und ein Hamburger… ja, sie sind verschieden und dennoch kommen sie zusammen an. So könnte man trotz aller GegnsĂ€tzlichkeit von Harmonie sprechen –
und vielleicht ist das auch die versteckte Botschaft.

„Timeless Forever“ im Jenischhaus

SUSANNE HAHN IM JENISCHHAUS

Schwarz und Weiss

die goldene Mitte…gibt es die?
Wechselbaeder…kalt und heiss
hell und dunkel
regnet es zu lange, sehnt man sich nach der Sonne
ist es heiss, will man Regen
sehnt man sich immer nach dem, was gerade nicht ist?
ist Sehnsucht eigentlich positiv?
Sucht des Sehnens…fuer Kuenstler vielleicht ja ein MUSS
Melacholie, Leidenschaft
ist es eigentlich erstrebenswert ohne Leid zu sein?
Kann ich noch lachen, wenn ich das Weinen verlernt habe???
die goldene Mitte
naehme ich Schwarz und Weiss – wo waere die Mitte? Grau?
ist Grau nun die goldene Mitte? hmmm
vielleicht doch lieber Schwarz und Weiss?
Richtig und Falsch – Gut und Boese
was ist nun richtig und was ist boese
b o e s e. merkwuerdiges Wort
den Teufel an die Wand malen
sollen wir das mal machen?
vielleicht wird der ja ganz bunt und lustig
wer glaubt hier eigentlich was?
cogito ergo sum…das reicht doch eigentlich schon
am Ende komme ich ja doch wieder am Anfang heraus
Ich akzeptiere also die Tatsache: mann hat mich gezeugt
was vorher war hat mir ja noch keiner so genau erklaert und das Hinterher sowieso nicht. Ich bin und schwimme im Ozean des Universums
das kann wunderschoen sein…wenn ich mich einfach treiben lasse
…irgendwann fangen meine grauen Zellen sowieso wieder von vorne an

geradeaus- gib mir ein JA!

Jeins bremsen, sie ziehen Energie. Jedes Ja und jedes Nein ist dagegen befreiend. Es ist eine sehr einfache Rechnung und ich kann nur jedem wĂ€rmstens empfehlen diese unnĂŒtzen Jeins abzuschĂŒtteln. Hat man sich dann erst einmal befreit, ist man bereit zu atmen, kann man Berge versetzen. Klarheit. Ein gemeinsames Ja ist ein Geschenk. Geradeaus in Lichtgeschwindigkeit, schwerelos dem Horizont entgegen.
…und ein Nein ist ein Ja fĂŒr etwas anderes – in jedem Fall besser als ein klĂ€gliches Jein.

Timeless Forever Susanne Hahn Description

Timeless Forever CD Susanne Hahn

As life sometimes isn’t easy, I wanted to create a special CD – out of time and far removed from normal, commercial, mainstream music. A dreamy project to be found somewhere between classic, jazz and film music. I studied classical music but have played in so many different bands – bossa nova, tango argentino, Greek and Persian music. After working with songwriters (German, Italian and French), playing funky jazz and composing theatre and film music (of an experimental nature), I finally decided to create my very own project. If you want to classify my music, it could be world music. At the age of three I began to play the flute, at six the piano and later the cello. Music is my life. For me the healing aspect of music has become more and more important and this CD has its spiritual side. But you don’t have to believe in anything at all – you can simply listen and relax, and discover some polyrhythmic structures behind the romantic melodies. Just enjoy it. Susanne

Improvisation

Ich liebe es, zu improvisieren – am liebsten in einem entspannten, eher ruhigen Ambiente mit aufmerksamen Mitspielern, denjenigen, die es noch nicht verlernt haben, zuzhören und auf den anderen tatsĂ€chlich zu reagieren. In der Stille, Mut zur Pause, Mut, zu atmen, dem anderen den Raum zu geben, ihm einen Teppich zu bereiten, ein Beet auf dem er wachsen kann, sich entfalten kann. Ein wahrhaftes Miteinander, welches mit einem einzigen, leisem Ton beginnt, getragen von behutsamem Respekt fĂŒr neue Impulse auf die wir antworten. Ein Ton folgt dem nĂ€chsten, jeder ist mit jedem verbunden und jeder einzelne ist wichtig. Kein Glied der Kette darf fehlen, denn sonst reißt sie. Sie sind verbunden, schwingen miteinander, aus einem Tropfen wird ein See und schließlich ein Meer, in dem Magie entstehen kann. So trĂ€gt Dich das Wasser – Du fĂŒhlst Dich frei und dennoch sanft verbunden. Musik ist wie Wasser, die Sprache, die uns wortlos macht.