Susanne Hahn violoncellist, pianist, composer

Susanne Hahn
Entscheidung

Soeben habe ich mir meinen letzten Beitrag durchgelesen. Es ist eine Weile her, ich war viel unterwegs…ob ich tatsächlich dazugelernt habe? Ach,ich denke schon. Selbst wenn es nur Milimeter wären, wir können immer wachsen. Ich habe oft das Gefühl, es gibt kein Zurück. Wenn mich jemand fragen würde, ob ich nochmal 29 sein wollte, so würde ich antworten: „Um Gottes Willen!!!“ natürlich nein. Selbst wenn das Äußere nach und nach verschrumpelt…nein, auf keinen Fall. Bitte, bitte, immer nur vorwärts und niemals rückwärts….was jetzt nicht heissen soll, daß ich mir mein inneres Kind nicht bewahren möchte. Wer keinen Humor besitz sollte keinen Versuch mit mir unternehmen. Ich glaube, dass mir das innere Wachsen tatsächlich extrem wichtig ist und was ich dann sehr genieße: Gleichgesinnten zu begegnen, die dieselbe oder eine ähnliche Sprache sprechen. Wie schön ist es ohne unnützen Hindernislauf zu schweben. Es gibt nicht viele aber es gibt sie. Das ist dann wahrlich ein Hochgenuß. Jedenfalls habe ich die letzten Monate wieder feststellen müssen, dass Jains generell bremsen, sie ziehen Energie. Jedes Ja und jedes Nein ist dagegen befreiend, sie setzen Energie frei. Es ist eine sehr einfache Rechnung und ich kann nur jedem wärmstens empfehlen diese unnützen Jeins abzuschütteln. Hat man sich dann erst einmal befreit, ist man bereit zu atmen, kann man Berge versetzen.Klarheit. Ein gemeinsames Ja ist ein Geschenk. Geradeaus in Lichtgeschwindigkeit, schwerelos dem Horizont entgegen.

nicht mehr dieselbe

ups. Ich bin offensichtlich mutiert und einige meiner Mitmenschen kommen damit nicht klar. Mir tut es nicht leid, denn ich denke, daß Veränderung unglaublich wichtig ist. Würde ich mich nicht verändern, hätte ich nichts dazugelernt. Ich habe heute etwas gesagt und mich gewundert, daß ich in der Lage war. Es war dezent ausgedrückt ein klares Nein. Mein Gegenüber hat sich so daneben benommen, daß ich nicht anders konnte. Ich hatte gar keine andere Wahl. Hätte ich nicht reagiert, hätte ich mich selbst vergessen. Das Leben ist ein Spiel…Kindergarten für Erwachsene bisweilen. Der echte Kindergarten ist viel schöner…aber auch Kinder können brutal sein. Warum meine Mutter den Namen Susanne für mich ausgesucht hat müßt Ihr sie selbst fragen. Jedenfalls kommt der Name aus dem Hebräischen und bedeutet die Lilie. Ja… und dementsprechend möchte ich behandelt werden. Danke. Das Rauhe liegt mir nicht. Ich bevorzuge einen behutsamen Umgang. Es gibt Menschen, die spucken Dir auf den Kopf, weil Du nicht in ihr Raster passt, weil Du Dich nicht brav kleinbeigibst. Berechnende Kleingeister, die an nichts glauben, gruselerregende Skeptiker und Nihilisten. Ich träume lieber und realisiere Geträumtes. Wie gut, daß es Engel gibt, die uns beim Träumen und Fliegen helfen. Dem Himmel sei Dank! P.S. übrigens: ein NEIN ist immer ein JA für etwas anderes  😉

winzig

wenn man schon mal durchs All geflogen ist, weiß man, wie unglaublich klein wir sind.

Die Krönung der Schöpfung, die immer bemüht ist, groß zu sein.

Das Ganze ist ein grausamer Irrtum. Wir müssen gar nicht schneller, besser, größer als alle anderen sein.

Wir müssen auch nicht mehr besitzen und damit prahlen. Wie mich es immer wieder gähnen macht, wenn mir ein Mann zeigen will, wie potent sein Auto etc ist. Ist das wirklich so wichtig? Mir persönlich ist viel wichtiger, wie sich jemand verhält, der Charakter des Menschen…nicht, was er hat. Ich glaube, daß wir in der Schule vieles nicht gelernt haben, was wir dringend fürs Leben bräuchten. Ich denke, es wird generell zu viel konsumiert. Wie schön wäre es sich einfach so zu treffen, wahrhaft zu begegnen. Unter einem Baum Kraft tanken und sein – ganz einfach atmen, die frische Luft genießen und dankbar sein.

Obelix hat Recht

also…ich war gerade in Rom. am Ende waren es 42 Grad Celsius, da heisst es nichts wie rein in die kalte, airconditionierte Stube. Von einem Brunnen zum nächsten, immer ein Wasserfläschen in der Hand und so oft wie möglich den ganzen Körper mit dem wohltuenden Nass betreufeln. Dürrezeit. Einige Brunnen waren abgestellt, was bei den Temperaturen natürlich besonders schlimm war. Für ein mutiertes Nordlicht war das alles ganz schön anstrengend. Besonders anstrengend war jedoch das neverending Chaos. Heute habe ich dann mal Buch geführt und ausgerechnet, wieviele Verabredungen abgsagt wurden und was ich dennoch erlebt habe. In nur 4 Tagen gab es 8 Absagen, trotzdem habe ich 16 Menschen gesehen und wundervolle Erlebnisse gehabt. Spontan, spontanisssssssimo. Ich denke, wenn man es schafft, spontan zu sein und alles auf sich zukommen lässt, ist man der Held Roms. Trotzdem muss ich sagen: 4 Tage halte ich das durch und reise dann mit einem Schmunzeln und einer gewissen Erleichterung zurück. Ich komme nach hause und was finde ich vor? Wohltuende Klarheit. Gib mir ein JA, gib mir ein NEIN – doch bitte niemals ein JEIN! DANKE! allen einen erholsamen Sommer

Grau und nass

Bei GruselGrau Open-Air zu spielen ist bestimmt nicht witzig.
Wir sollten lieber Glühwein trinken. Der Regenradar sagt zwar, dass es eine Regenpause geben wird. Der hamburger Optimist spricht dann ja bekanntlich schon von gutem Wetter. Für eine gebürtige Münchnerin fühlt sich das sicher anders an, wobei sie immer wieder feststellen muss, dass sie langsam aber sicher mutiert. Ja…vor zwei Tagen da war der Himmel grau, es war warm und da kam kurz der Gedanke“ Super…heute ist schönes Wetter“ mehr als überrascht von jenem Gedanken – der Prozess der Mutation ist schleichend, genauso wie der Prozess des Alterns. Lustigerweise hatte ich mich heute morgen im Spiegel begrüßt und bin ausnahmsweise andersrum erschrocken. Erschrocken, dass ich heute jünger als gestern aussehe. Tja. Ich bin ja sowieso dafür, dass wir jünger und nicht älter werden….wenigstens das Innenleben. in diesem Sinne allen einen erfrischenden Gedanken.

wonderful surprise

My music entered the Charts in Bulgaria. I’m so glad. Thank you Bulgaria ! <3

man lernt nie aus

Ja. Heute hat mir ein 8 jähriger Celloschüler erklärt, dass Affen gar keine Bananen essen. So. Da muss ich wieder mal was nicht mitbekommen haben. Und gerade eben habe ich mich das erste mal selbst bei Facebook gesucht. Gar nicht so leicht, mich zu finden – vor allem hat wohl Facebook mich eigenwillig als ELFE betitelt. Also jetzt nicht mehr Cellistin, nein ab jetzt bitte nur noch mit Elfe ansprechen. Gut zu wissen. Ich werde künftig in meinen Konzerten selbst dahinschweben. Dann brauch ich ja endlich keine Hornhaut mehr. Das beruhigt doch ungemein. Ja, wie gesagt, man lernt nie aus. Hauptsache, wir bringen uns gegenseitig immer wieder zum Lachen. Heute sind definitiv Kobolde oder sagen wir Witzbolde unterwegs. Danke. Ich habe heute schon mehrmals herzhaft gelacht.

Timeless Forever Susanne Hahn Description

Timeless Forever CD Susanne Hahn

As life sometimes isn’t easy, I wanted to create a special CD – out of time and far removed from normal, commercial, mainstream music. A dreamy project to be found somewhere between classic, jazz and film music. I studied classical music but have played in so many different bands – bossa nova, tango argentino, Greek and Persian music. After working with songwriters (German, Italian and French), playing funky jazz and composing theatre and film music (of an experimental nature), I finally decided to create my very own project. If you want to classify my music, it could be world music. At the age of three I began to play the flute, at six the piano and later the cello. Music is my life. For me the healing aspect of music has become more and more important and this CD has its spiritual side. But you don’t have to believe in anything at all – you can simply listen and relax, and discover some polyrhythmic structures behind the romantic melodies. Just enjoy it. Susanne

Improvisation

Ich liebe es, zu improvisieren – am liebsten in einem entspannten, eher ruhigen Ambiente mit aufmerksamen Mitspielern,denjenigen,die es noch nicht verlernt haben, zuzhören und auf den anderen tatsächlich zu reagieren. In der Stille, Mut zur Pause, Mut, zu atmen, dem anderen den Raum zu geben, Ihm einen Teppich zu bereiten, ein Beet auf dem er wachsen kann, sich entfalten kann. Ein wahrhaftes Miteinander, welches mit einem einzigen, leisem Ton beginnt, getragen von behutsamem Respekt für neue Impulse auf die wir reagieren. So kann ein magischer Kosmos der Töne entstehen, frei und dennoch sanft verbunden.

Danke

Danke an all diejenigen, die hochkonzentriert unserem Spektakel folgten. Es steht und fällt doch alles mit dem Publikum. Nur in einem sensiblen Miteinander kann Magie entstehen. Wie gut, dass es noch Menschen gibt, die überhaupt ins Theater gehen. Im Zeitalter der Smartphones und Computer. Unter dem Motto „Klein aber fein“ läuft nun den ganzen Monat „Der kleine Prinz“ im Jenischhaus.

Frohe Ostern!

allen einen besinnlichen und erholsamen Sonnentag!!!

>>>>Grillen – Crickets

Frühling

Es ist mir die liebste Jahreszeit, wenn die Vögel zurückkehren und ihr Lied singen, die ersten Blüten erwachen, die Sonne und der blaue Himmel, das Licht, welches uns im Winter so gefehlt hat, zurückkehrt. Glücklich kann sich der schätzen, der einen Garten hat oder nah am Grünen wohnt. Es bewegt sich vieles, sowie der Siebenschläfer aus seinem genüßlichen Winterschlaf erwacht, der Igel sich räkelt und zum ersten Spaziergang aufmacht. Und schon sieht man erste Schmetterlinge tanzen. Paradiesisch kommt es einem vor nach einer so langen Zeit der Entbehrung. Danke!!!

Musik

Für mich ist Musik eine Sprache ohne Worte – international, allgemein verständlich, universal. Wenn Musik also Sprache ist, möchte ich meinem Gegenüber damit etwas vermitteln, ich möchte den Zuhörer erreichen. Nun stellt sich mir die Frage, ob es Sinn macht das Publikum anzubrüllen. Wird es tatsächlich zuhören oder wird es, da der Lautpegel so extrem hoch ist, dazu gezwungen? Wenn ich ein Gespräch führe, jemanden etwas mitteilen möchte, würde ich ihn anbrüllen??? Vermutlich nicht. Wenn ich es tun würde, wie würde er reagieren? Wie würde er sich fühlen? Und weshalb – ich sprach schon davon in einem vorherigen Beitrag – weshalb nun immer die Superlative/Komparative? Lauter und schneller. Wenn Musik Sprache ist, dann macht es doch keinen Sinn irrsinnig schnell zu sprechen. Andere Möglichkeit: Musik ist nicht Sprache, sie ist Sport. Gut. Und worum geht es beim Sport? Wer am schnellsten läuft, wer die schwersetn Gewichte stemmen kann, hat gewonnen. Ein Wettkampf – also ein Kampf. Musik als Kampf macht für mich persönlich keinen Sinn. Ich bin besser als Du und jetzt fühle ich mich besser…oder wie??? Es ist genau dieselbe Volkskrankheit wie dieses Erniedrigen des anderen um sich selbst besser zu fühlen. Ganz merkwürdige Mechanismen. Ich bin für einen entspannten Dialog. Ein harmonisches Miteinander – nicht Gegeneinander.

Vorbilder

Künstler, die ich verehre sind u.a. Leonardo da Vinci mit seinen geheimnisvollen Werken, Van Gogh, der Meister der Magie, Chopin ein wahres Genie, gezauberte Melodien mit filigransten Strukturen, nie aufdringlich, immer extrem sensibel und lichtdurchlässig. Ich liebe seine großen Bögen unter denen sich farbenprächtige Schmetterlinge entpuppen. Bach, wie sein Name ja schon sagt, der ewig Fliessende, er hatte eine strake Verbindung zum Kosmos. Harmonisch gesehen ist mit Bach wohl der Jazz geboren, rhythmisch meisterhaft in seinen letzten Klaviersonaten den Swing einleitend, vorausahnend: Beethoven und dann darf ich natürlich den Gott der Heiterkeit und des innigsten Tiefgangs nicht vergessen: Mozart. Klavierkonzert A Dur 2. Satz. Seine Melodien kamen direkt vom Herzen, rein und strahlend schön. In meiner Kindheit habe ich Mozart verschlungen, vor allem seine orchestralen Werke viel gehört. Gespielt hatte ich sehr viel Schumann (Klavier) Ich hatte eine regelrechte Schumann-Phase. Das hat sich später gelegt. Aber als romantischer Teenager muss das wohl mal sein. Im Moment spiele ich, wenn ich nicht meine eigenen Sachen spiele gerne Bossa Nova oder alte Schlager der 20er, 30er Jahre. Da steckt ja so viel drin. „Unter einem Regenschirm am Abend“ von Alexander Steinbrecher ist mir heute morgen in die Hände gefallen. Das wäre ein optimales Prüfungsstück für Analyse. Mammamia! Da ist Bewegung im Spiel. Jedenfalls optimal, wenn man sich im vom Blatt lesen üben möchte. Also: Vor 100 Jahren, in der Zeit, in der es noch Kutschen und Pferde im Überfluss gab, da hatten sie es wirklich drauf. Hut ab!

so hoch, so tief

umso höher die Nase desto tiefer ist man wohl gesunken. Es gibt Menschen, die denken, sie seien etwas Besseres. Wie kann man überhaupt zu so irrrrwitzigen Vorstellungen gelangen? Woran misst man das bitteschön? Einige denken tatsächlich, wir seien den Tieren überlegen. Wenn dem so wäre, so mögen diejenigen, welche das behaupten sich auch dementsprechend verhalten. Zum Beispiel: sozial. Oh, dieses vielen doch so unbekannte Wort. Manchmal laufe ich blauäugig und naiv durch die Welt, glaube an das Gute im Menschen. Bisweilen werde ich dann bitter enttäuscht. „Eine Hand wäscht die andere“ – wäre es nicht wunderbar, wenn das immer funktionieren würde? Zu schön um wahr zu sein. Manchmal klappt es tatsächlich und dann freue ich mich wie ein Honigkuchen-Pferd. Aber „das Mensch“ ist eben ein kompliziertes Wesen. Im Grunde genommen sind wir alle Egoisten, genauso wie die ( so niedlich erscheinenden ) Eichhörnchen. Dann wird gehamstert, versteckt und falls jemand den geheimen Platz Deiner Nüsse entdeckt, ja dann wird gestritten und wenn das nichts nützt gekämpft. Erreicht Eichhörnchen 2 nicht sein Ziel, dem anderen die Nüsse zu klauen wird es wütend und neidet dem anderen das, was es selbst gerne hätte. Statt sich mit dem anderen zu freun und zu sagen: „Mann, hast Du tolle Nüsse!“ ;o)

zivilisationskrank

wie zivilisationskrank sind wir eigentlich? Ist es heute noch möglich ohne Fernseher, ohne Handy, ohne Internet? Für mich ist es wichtig, immer wieder auf alles zu verzichten. Back to the roots sozusagen – zurück zum Ursprünglichen. Die Berge und ihre magische Kraft – habe ich sie sie vor der Nase, fällt mir erst einmal gar nichts mehr ein und es ist gut so. Habe ich Fragen, bekomme ich von ihnen immer eine Antwort. Ich vergesse für eine Weile alles Überflüssige, Nervige und begebe mich in einen zeitlosen Zustand. Die Zeit bleibt stehen und ich atme. Die Zeit oder die Uhrzeit existiert phasenweise gar nicht mehr. Irgendwann wird es dunkel, irgendwann wird es hell. So einfach ist das. Wenn es kalt ist, mache ich Feuer, wenn die Sonne scheint lebe ich im Freien. Und sie scheint oft. :o) allen ein sonniges Wochenende

ob ich weiss,was ich tue

Ich denke schon,dass ich weiss, was ich tue. Auch wenn so manche kopflastige Wesen das bezweifeln mögen. Ja, selbst, wenn ich etwas ein wenig verrückt oder verdreht darstelle. Es hat alles einen Sinn. Und bitteschön, ich würde zu gerne wissen, wer nun bestimmt, was richtig und was falsch ist. Ich kann nur immer wieder betonen,dass wir Individuen sind. Jeder hat seine ganz persönliche Wahrnehmung und seinen Geschmack. Es ist gut so. Wichtig dabei ist nur, dass wir uns alle so respektieren, wie wir sind. Ein bunter, unglaublich gegensätzlicher Haufen. Jeder hat seine speziellen Erfahrungen gemacht, viele haben noch im hohen Alter mit Kindheits-Traumata zu kämpfen….und dementsprechen verhält sich „das Mensch“, was dann gerne zum Untier mutiert. Ja leider. Emotional, oft ohne Hirn und Verstand. Mit knallrotem Kopf hinterm Lenkrad, weil Mutti vor ihm nicht genauso schnell durch die Welt prescht wie er. Ich gehöre nicht zu den Langsam-Fahrern, aber, wenn man es mal logisch bedenkt, was bedeutet denn nun diese.schwarze Zahl 50 im roten Kreis??? Dass man 60 fahren MUSS?? Theoretisch könnte ich doch überall 30 fahren…aber wer macht das schon? Ja, das Mensch und der Gruppenzwang. Ich würde ja zu gerne mit einem Pferd durch die Stadt reiten. Das klingt jetzt absurd, es klingt aber nur jetzt absurd. Vor 150 Jahren war das total normal.So – und wer bestimmt nun,was normal und nicht normal ist? Und ist es tatsächlich erstrebenswert, normal zu sein? Der Norm zu entsprechen? Wie öde. Menschen, die besondere Fähigkeiten hatten, die revolutionäre Gedanken hatten, die in der Lage waren, zu hinterfragen wurden oft gehängt, verbrannt, gekreuzigt. Weil das tumpe Volk Angst bekam. Es ist die panische Angst vor Veränderung. Das Neuland, das Niemandsland. Es ist doch viel einfacher und bequemer, in seinem Sessel zu versinken und zu stagnieren. Satt und schwer. Matt und grau. Kann es sein, dass es Menschen gibt, die die Veränderung oder nennen wir es den Fortschritt des anderen nicht verkraften, neidisch beäugen, da sie selbst nicht in der Lage sind und dann versuchen zu zerstören? Neid und Hass haben schon zu viel Unheil in unserer Welt angerichtet. Hört das irgenwann mal auf?

„Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse“ (St.Exupéry)

Wie wahr gesprochen. Ich denke aber am Schwierigsten ist es mit geschriebenen Worten, da man die Mimik des Verfassers nicht sieht und gerade bei humorvollen Texten wäre das extrem wichtig. So können Mißverständnisse entstehen. Ich habe selbst eine Weile musikalisches Kabarett gemacht, mein Publikum hat sich zwar totgelacht und wollte mich darin bestärken, weiterzumachen, jedoch hinterließ es bei mir Spuren – einen bitteren Nachgeschmack. Schliesslich war alles, was ich erzählte aus dem Leben gegriffen, ich gab nur eine Prise Salz dazu – das war alles. Ich denke, es ist schon wichtig, in kritischen Situationen nicht den Humor zu verlieren. Manchmal ist es der Humor, der uns rettet. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.. Ich kann mich gerne über andere lustig machen, darf aber dabei nie überheblich werden. Bewahre ich mir eine Portion Selbstkritik, kann ich im Lot bleiben. Reflektion über das,was man tut, Abwägen, was richtig oder falsch sein könnte. Für mich ist Klarheit extrem wichtig. Selbstbewusstsein. Ich weiss also, was ich tue und warum. Ich habe meine ganz persönlichen Prinzipien oder Gewohnheiten, mit denen ich gut fahre. Sobald ich ins Wanken komme, sollte ich etwas ändern und Veränderung ist nie leicht, kann aber im Endeffekt sehr befreiend sein. Jeder hat seine ganz individuelle Sicht und niemand sollte niemandem seine Sichtweise aufzwängen. Die Gedanken sind frei. Sind sie das?? Bis zu einem gewissen Grad sicherlich. Es ist immer die Frage,wie weit man gehen will. Es lebe also die Revolution.        .

Bekenntnis

Des öfteren werde ich hier im Norden gefragt,warum ich immer „Gott sei Dank!“ sage. „Ja mei“ könnte ich dann antworten. Ich bin in München geboren. Das Schlimmste ist, ich meine es ernst. Ich bedanke mich gerne direkt. Es ist mir auf gut Deutsch „Wurscht“,ob das die athesistischen Nordlichter verstehen. Ich hab sie trotzdem gern. Es muss ja schliesslich einen Grund geben, warum ich so lange schon aushäusig bin. Eine halbe Ewigkeit. Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Ein bischen Angst hatte ich damals schon zu den „S..Preussen“ zu emigrieren. Ich war jedoch wirklich positiv überrascht. Nur das Klima – ah – es macht mir zu schaffen. A bisserl mehr Sonne – das wäre nicht schlecht. Aber die Sonne im Herzen ist natürlich die Wichtigste. Beeindruckend finde ich immer wieder das Winterszenario der typischen Hamburger. Man gehe am besten bei -5 Grad Celsius und eisigem Wind an die Elbe, laufe direkt zur Strandperle und sitze dann im imaginären Biergarten mit Wolldecke nach dem Motto:Was nicht tötet,härtet ab. Ob da nun Eisschollen liegen oder nicht. Sie sitzen draussen und sind dabei noch gut gelaunt. Das finde ich wirklich bewundernswert. Ich brauchte lange Zeit, um zu verstehen und nun endlich, nach vielen, vielen Jahren bin ich selbst mutiert. schmunzelnd Susanne

hoffnungslos romantisch

Ja, ich oute mich heute. Wahrscheinlich bin ich zu oft in Italien unterwegs. Das Land der Romantiker. „Der Zauber von Malèna“ von Giuseppe Tornatore hat mich gestern sehr berührt. Natürlich war viel Romantik im Spiel aber es war auch ein sehr harter,gesellschaftskritischer Film. „Giuseppe Tornatore erzählt in bestechend sinnlichen Bildern. Was als feuchter Traum eines Pubertierenden beginnt, gewinnt bald an Tiefe und entpuppt sich als schonungsloses Gesellschaftsporträt der italienischen Provinz. – Lief zwar in der Berlinale-Reihe „Bärenstarkes Kino“, gewann aber keinen Bären.“ – was mich persönlich sehr wundert. Aber so tickt die Welt eben. Romantik ist nicht angesagt. Der moderne Mensch liebt eher das Skurrile oder destruktiv Graue. Ich spucke auf einen Teller, mische ein paar halbverweste Essensreste darunter, gebe ein wenig ockerbraune Farbe dazu, hänge das „Kunstwerk“ in die Mitte eines leeren Raumes und gebe ihm den Titel.“REALITÄT“…. „WOW – GENIAL“sagen dann alle. Nein. Mein Ansatz ist wirklich ein anderer. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass wir eh nichts Neues schaffen können, es ist alles schon da. Ich bin romantisch, habe eine spirituelle Ader, hebe deshalb aber nicht komplett ab. Die Verbindung zur Erde ist mir, solange ich lebe, extrem wichtig. Passiert es doch einmal, dass ich zu schwerelos werde, holen mich spätestens meine fünfjährigen Zeitgenossen wieder zurück. Wobei mir diese Zeitgenossen fast die Liebsten sind, denn sie sind die wahrhaft fantasievollen, hemmungslosen, verspielten und gnadenlos ehrlichen Wesen. Wir alten, verkopften, anscheined Wissenden können uns eine große Scheibe von ihnen abschneiden. Bekomme ich Komplimente von Kindern und dies passiert sehr häufig, freue ich mich immer ganz besonders. Es ist also kein Wunder, dass ich im Marionettentheater gelandet bin, im Märchenland. … ihr dürft mich als Alice im Wunderland bezeichen, ich träume für mein Leben gerne und das wird immer so bleiben. Die Realität ist oft schon grau genug. Meine Aufgabe ist es nicht, graue Musik zu schreiben. Zwar gibt es auch bei meinen Werken Dissonanzen, Reibungen, im großen Ganzen bevorzuge ich momentan eher Harmonie. Meine extrem experimentelle Phase habe ich schon hinter mir. In der Theatermusik untermale ich gerne mit experimentellen Klängen, es sind aber eher ligetische Klangteppiche, die eine Atmosphäre schaffen.

spätestens dann…

Spätestens dann, wenn Du Dein Telefon in den Kühlschrank legen willst, wird klar: Du brauchst dringend Urlaub. Was hier im Norden fehlt ist Licht – zumindest im Winter. Wären wir in der Lage den Winterschlaf genauso wie Steuern oder Schulpflicht einzuführen, ich denke, wir wären einen ganzen Schritt weiter. Erst mal fleissig Nüsse sammlen und dann ab in den Bau. Oh, das stelle ich mir himmlisch vor.

Schubladen

Oh, wenn ich nur wüsste, in welche Schublade ich passe. Wahrscheinlich in keine- tut mir übrigens nicht leid. Vielleicht habe ich ja zu lange in Paris gelebt, wo das Modebewußtsein eher individueller ist. In Deutschland ist das so: Wenn einer anfägt Mützen zu tragen und die Allgemeinheit findet ihn cool, tragen plötzlich alle Mützen. Das macht mir Angst. Nichts gegen Mützen, wenn sie Sinn machen, denn schliesslich ist es im Winter kalt. Es gibt jedoch Menschen, bei denen man denken könnte, die Mütze wäre angewachsen. Ach. Was bin ich wieder gemein. ;o). So. Jetzt gehe ich in den Wald – mit Mütze und denke weiter über Schubladen nach.

Rückblick

Eigentlich habe ich grade nur ein paar Musikdateien gesucht, dann begann ich zu stöbern und musste mal wieder feststellen, dass ich in meinem Leben unglaublich viel Musik gemacht habe. Unterschiedlichste Stilrichtungen und Bands. Tango argentino, Bossa Nova, 20er Jahre Liedbegleitung, Klassik (sowieso),musikalisches Kabarett, griechische&persiche Musik, Theatermusik, Pop, Songwriter, Rock, – fehlt noch was?..ach ja: Lounge,FunkJazz und italienische Filmmusik. Ein bunter, internationaler Haufen: interessante Charaktere und Gegensätze. Manchmal hatte ich 6 Projekte gleichzeitig, nebenbei unterrichtete ich an diversen Musikschulen. Jetzt sieht das anders aus. Ich bin definitiv ruhiger geworden. Aber was sich bis zum heutigen Tage nicht geändert hat: Ich liebe Improvisation, ich liebe es zu komponieren. Die kreative Ader war schon immer da und gehört zu mir. Für mich ist es wie atmen. Könnte ich nicht kreieren, würde ich verdursten. Die Sinne öffnen und die Schwingungen des Kosmos transformieren. Musik ist wie Wasser – endlos und bezaubernd schön. Ihre Kraft ist magisch. Ein Leben ohne Musik? unvorstellbar.

verdrehte Welt

Ich muss immer wieder feststellen, dass ich einiges,was hier so geschieht, nicht verstehe.So war ich vor ein paar Tagen endlich wieder im Theater. Es war sogenannte „heitere Kunst“ oder sagen wir „erfolgreiches Entertainment. Der Humor war eher seicht.Der Gipfel der Veranstaltung war, dass bei einem der letzten Songs das Publikum im Parkett mit überdimensional großen Wasserpistolen komplett nass gespritz wurde. Und alle haben gelacht. Doch das Ganze hat einen bitteren Nachgeschmack. Wieso attackiert man sein eigenes Publikum? Ist das wirklich witzig? oder eher zynisch? „nichts ist so kümmerlich so kläglich, daß nicht Humor und Witz es machen noch erträglich.“ Auf mich wirkte das Ganze wie ein verzweifelter Racheakt an der High Society, zu der ich natürlich nicht gehöre – ich stand in dem Moment ganz oben – so weit reichte ihre flüssige Potenz, Gott sei Dank, nicht. Eine reine Männerband. Und das nach all den Anschlägen? Absicht? das ist dann wirklich sehr spezieller Humor…bringt uns das weiter? Das Szenario im Backstage hat mir dann auch sehr zu denken gegeben. So etwas ist mir noch nie passiert. Du willst einem Künstler, den Du sogar persönlich kennst, kurz gratulieren und wirst trotz Eiseskälte und Schneeregen von einem bulldoggigen Türsteher rausgeworfen. nach dem Motto: Wir müssen draussen warten – das tumpe Volk. In diesem Moment hätte ich natürlich sofort gehen müssen, da ich aber neugierig war, was nun in diesem Krimi noch kommen würde, wartete ich geduldig…. und schliesslich kam der Star. Ich möchte nicht so werden. Never ever in my life. Lieber webe ich im Verborgenen, kommuniziere mit wahrhaft heiteren Geistern, meinen fünf- und sechsjährigen,… Schülern. Wie kaputt sind wir Erwachsenen? wie tickt diese Welt? Onkel Dagobert läßt grüßen

es gibt kein zurück

Wenn Du bestimmte Erfahrungen gemacht hast, kannst Du nicht mehr zurück. Es ist alles klar, der Nebel ist verschwunden, es macht keinen Sinn, rückwörts zu gehen. Die Magie des Augenblicks hält Dich fest, umarmt Dich und zeigt Dir den Weg. Es gibt nur einen.. Kein Rechts, kein Links, keine faulen Kompromisse. Es ist eine Kraft, die Dich schiebt, sanft aber beharrlich. So könnte ich nun sagen: „Der Weg ist das Ziel“ und wenn sich dieser Weg genau jetzt in diesem Moment gut anfühlt, so ist er der Richtige. Wir kennen es alle nur zu gut…des öfteren tappen wir im Dunkeln oder laufen in eine Falle. Das ist nicht so schlimm. Man nuss nur schnellst möglichst den Hals aus der Schlinge ziehen, dann ist alles gut…sich selbst treu bleiben und geradeaus,wach nach vorne blicken. Ich danke allen, die mich positiv inspirieren – ein wahrhaft grosses Geschenk!

„Das bist nicht du!“

aha.-  –  –   wie oft hab ich das jetzt schon gehört? Jedesmal,wenn ich jemandem Fotos von mir zeige, kommt zu diversen Fotos dieser Kommentar:“Das bist nicht Du!“ So, und jetzt? Wer war es denn dann, wenn nicht ich?? Ich muss ehrlich gestehn, mit dieser Kritik komme ich nicht einen Milimeter weiter, ich stecke sozusagen fest. Da ja bekanntlich jeder Mensch ein Indivduum ist und jeder dazu auch noch seinen ganz individuellen Geschmack hat und auch sein Gegenüber unterschiedlich wahrnimmt, habe ich beschlossen sehr unterschiedliche Fotos von mir zu präsentieren. Somit kann jeder sich sein Lieblingsfoto aussuchen und jeder wird dann sicherlich auch ein“dasbistnichtdu-Foto“ finden.Wir nennen es dann kurz das DBND-Foto. Es ist nicht leicht, gute Fotos von mir zu machen, da ich eine extreme Mimik habe. Vielleicht ist es ja das. Ich habe einfach unterschiedliche Gesichter. Ist das so schlimm?              schmunzelnd S.

Mensch

ob man Mensch sein darf in dieser Welt? Wenn ich Mensch sein dürfte in dieser Welt, würde ich erzählen,dass ich mit vier Jahren regelmässig vor dem Spiegel stand, mich betrachtete, nicht weil ich mich besonders schön fand sondern weil ich dachte, ich könne darin eine Antwort finden. Ich dachte, mein Gegenüber könne mir meine Frage beantworten. Ich wusste nicht, wie ich mich hierher verirren konnte, auf diesen doch sehr sonderbaren Planeten, wo es so unzählige mir nicht verständliche Regeln gab. So würde ich als kleine Menschin nun erzählen,dass mich meine Träume am Leben hielten und ich nicht verstand, warum es verboten war zu träumen statt zu essen, das, was auf den Tisch kam. Ich bemerkte es gar nicht. Sie wollten,dass ich funktioniere und ich funktionierte nicht, also landete ich im Keller. Wenn man den Kindern das Fürchten lehrt, kann man dann stolz sein ErZieher zu sein? In welche Richtung werden wir gezogen, gebogen, gekrümmt, zurechtgestutzt? Zunächst sind es vielleicht die Eltern, später dann irgendwelche Instanzen, in denen kleine, emsige Ameisen wohnen, die widerum funktionieren, natürlich nicht darüber nachdenken, warum sie funktionieren, denn sonst würde der ganze Ameisenhaufen womöglich in sich zusammenfallen. Zugegeben: ein wenig Ordnung kann nicht schaden. Ich spreche nicht von konstruktiver Ordnung, nein. Ich denke, es gibt manchmal tatsächlich übertriebenes Pflichtbewusstsein. Eine Prise Reflektion, ein Schuss Selbstkritik und eine Hand voll Humor, ja….das können wir alle gebrauchen. – – – oder?

Normaler Wahnsinn

Sind nun diejenigen, die denken normal zu sein die Verücktesten? verückt bedeutet ja nur verschoben,oder irre ich mich? Dann folgere ich: Irren ist menschlich. Mensch sein jedoch – keine leichte Aufgabe. nächste Frage: Thema – Himmel und Hölle. Der Himmel befindet sich bekanntlich oben, dann muss die Hölle also logischerweise unten sein. Gut. Aber wie weit unten? Im Erdinnern oder auf der Erdoberfläche?.So wie es zur Zeit aussieht, würde ich eher an die Erdoberfläche denken. Es ist wohl unsere Aufgabe, möglichst viel Himmel auf die Erde zu holen und zwischen diesen grauen, zähen Massen, die lichten Wesen, Momente oder Orte zu erkennen. Positve Gedanken zu haben und in die Tat umzusetzen, So schlimm das Grauen auch sein mag, es gibt immer Licht. Licht, was uns hoffen lässt und das Dunkel erhellt. Ohne Hoffnung kein Leben. Leben ist Bewegung, nicht Stagnation. In diesem Sinne allen ein bewegtes, glückliches 2017!

besinnliche Adventszeit ?

tja…Weihnachtsmärkte sind eben auf eine Art wie Fußballstadien. Wo sich die Massen sammeln hat ein Wahnsinniger leichtes Spiel. Hört das irgendwann mal wieder auf? tiefe Trauer über das, was geschehen ist, Mitgefül für die Betroffenen. Es ist nicht leicht, einfach weiter zu funktionieren. Ein Moment der Stille, eine wahrhafte Pause und dann? Ja dann dann muss es sicher weiter gehn. Das Rad dreht sich. Wir leben und können dankbar sein für das, was wir haben. Bei dieser Eiseskälte  : ein Dach über dem Kopf – ein warmes Zuhause. Schade, dass es auf dieser Erde so viele hasserfüllte, unzufriedene Menschen gibt, die die Schuld für ihr Leid immer bei anderen suchen. Was ich mir zu Weihnachten wünsche? Frieden – sozusagen das Paradies auf Erden.

weniger ist mehr

tja. im Moment ist es allerdings so wenig, dass mir ganz mulmig wird. nun muss ich zugeben: in letzter Zeit war es so extrem bunt, dass mir dieser Kontrast der wiedergewonnenen Stille mit Einzug des hamburger nasskalten, grauen Novembers fast zuviel ist. eiskalte Hände, Schüttelfrost und schlechtgelaunte Mütter, die Probleme kreieren, wo keine sind. völlig überflüssig. Ich muss gestehn, aus dem Alter bin ich nun raus. Ich habe schlicht und ergreufend nicht die Energie, mir absurde, unsinnige Kommentare anzuhören. Da lob ich mir die bunten, quirligen Geister, die trotz nassgrauem Wetter gute Laune verbreiten. Ich erwarte von niemanden,dass er ständig den Entertainer macht und breitgrinsend durch die Welt läuft. Es gibt ja schliesslich auch so einges zu verdauen. nichts gegen eine ordentliche Portion wahrhafte Trauer. das ist mir wesentlich lieber als diese unterschwellig agressiven Bemerkungen. im November kann man tatsächlich gut faustisch werden und sich fragen, was der Mensch eigentlich Großartiges bewegen will. wir kleinen Würmer.ich bin und bleibe ein Medium. nicht mehr und nicht weniger.

Improvisation

Lebendige Improvisationen sind gespickt mit Überraschungen. Diese Überraschungen sind für mich Geschenke.
Wüsste ich schon immer in Voraus, was geschehen wird, wie öde wäre das Leben. Es ist wichtig, diese anscheinend kleinen Geschenke wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Gib mir einen einzigen Ton und lass uns einen neuen Kosmos schaffen, inspiriert von dem, was schon längst ist,
frei atmend die Urkraft spüren und fusionieren. Erst ist es nur ein Tropfen, dann kommt die Welle und schlieeslich ein Meer der Energie, welche jedoch im einzigen Tropfen zu spüren war. gib mir einen einzigen Ton. d a nk e

Einsicht

es ist immer besser, der Wandrer kommt zum Berg und nicht andersherum.

Monsun

ist das nun der Monsun in Hamburg? gestern Luftfeuchtigkeit 99%… wie soll man da eigentlich noch atmen? atmen wir nun Wasser? wie in der Sauna. da bleibt nur eins: alle Fenster und Türen zu und die Restluft von drinnen atmen. 50 % der deutschen Bevölkerung sind angeblich wetterfühlig. es wäre ja auch verwunderlich, wenn es nicht so wäre. ich denke, es ist nicht einfach, im Gleichgewicht zu bleiben, wenn es ständig Blitze hagelt. mein Tipp ( mein Zweitname ist übrigens Brigitte ;o) ) kürzer treten. körperlich anstrengende Arbeiten wenn möglich verschieben. es wird bald kühler. wer Pilze liebt findet jetzt sicher so einiges im Wald. wir haben gestern trotzdem Musik gemacht, allerdings ohne vorher Luft zu holen.

Brigittes Tipp Nr 2: trinken, trinken, trinken 😉

weniger ist mehr

so ein wunderbarer Spruch. von wem stammt er eigentlich?1855 benutzte wohl Robert Browning das erstemal diese Redewendung. dass Reduzierung auf das Wesentliche oft zu einem besseren Ergebnis führt als die Überfrachtung mit nichtssagendem Beiwerk – so schreibt wikipedia. wie wahr, wie wahr.

die Biegsamkeit

ja. ich habe in meinem Leben so einige interessante Angebote bekommen und dennoch ablehenen müssen. warum? es ist wie mit den Bäumen. ein stabiler Stamm verwurzelt in der Erde und dennoch beweglich. Sobald der Wind kommt, ist Bewegung im Spiel. Die Blätter singen,der Baum gibt nach, beugt sich, tanzt mit dem Wind. Er kann sich aber nur bis zu einem gewissen Grad verbiegen oder neigen. Ist der Druck zu groß, so bricht er. Zunächst bricht vielleicht nur ein Ast, dann der ganze Baum. Ich bin zu Kompromissen bereit, ich bin beweglich…es darf allerdings eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Ich werde mich nicht verdrehen, um in eine bestimmte Schublade zu passen. Da ich sehr vielseitig bin dürfte es eigentlich nicht schwer sein, eine passende Farbe aus meiner Palette zu wählen. Ich habe viele Jahre kulturelle Abende veranstaltet und moderiert, in denen unterschiedlichste Charaktere aufeinander trafen. Ziel war es, zu fusionieren…und ich denke, es ist uns immer gelungen. bei einer einmaligen Begegnung ist das gewiss auch leichter. sicher ist man noch kompromissbereiter als bei einem dauerhaften Projekt. ich bin davon überzeugt, dass, wenn man fähig ist, zu kommunizieren – in einem menschlichen Miteinander – extrem viel möglich ist.

fazit: so verlockend ein Angebot auch sein mag, müsste ich mir selbst untreu werden, gäbe es nur „eine“ klare Antwort.

die Nase

wenn sich jeder an seine eigen Nase fassen würde und die Schuld nicht ständig bei den anderen suchen würde, wäre die Welt dann friedlich? wenn wir in der Lage wären zu verzeihen, denn schliesslich macht jeder mal Fehler.- – – wenn es uns nicht gut geht, wenn wir uns unwohl fühlen, wäre es nicht an der zeit, etwas zu verändern? ich muss ja nicht gleich umziehen…die Bewegung und Veränderung kann im Innern stattfinden. Aus der inneren Bewegung oder Veränderung resultiert vielleicht sogar eine äusserlich sichtbare Veränderung. das Gegenteil wäre Stagnation. dann sind wir eigentlich schon tot. lebendig, regungslos, selbstbegraben. eine grauenvolle sich lähmende Passivität, die widerum Aggression erzeugt. leider sind in dieser Welt sehr viele hochgradig emozional…quasi ausschliesslich. über das Gegenüber, wie es sich fühlt, wird recht selten nachgedacht. die sogenannten ICHICHICH-MONSTER mit überdimensional grossen Ellbogen – davon gibt es definitiv zu viele. wenig Hirn und viel Ellbogen – ja, irgendwo muss die Masse ja bleiben. ich weiss, es gibt da noch ganz andere Theorien. vielleicht ist es auch dieser übertriebene Konsumrausch, der viele krank macht. übersättigt. Zeit zum Fasten, zur Meditation nach dem Motto: weniger ist mehr. die Sinne schärfen und dankbar sein für das, was ist.

nur

ich bin nur ein Medium. alles, was ich zu Papier bringe ist kosmisch beeinflusst. dieses wundervolle Fremdwort: Inspiration. natürlich kann ich mich auch von jemanden inspirieren lassen, aber da wir ja alle auf wundersame Weise mit dem Kosmos verbunden sind… ich hätte wohl damals ins Orchester gekonnt, wenn ich gewollt hätte. Nur meine kreative Seele wäre dabei verdurstet. nein, das wäre nicht gutgegangen. Ich gehöre nicht zu den Sportlern, die sich messen und etwas beweissen müssen. sicher habe ich auch brav meine Tonleitern geübt, rauf und runter. sowie man in der Schule schreiben lernt. das nötige Handwerk. nun ist die Frage, wie man es einsetzt. jeder wohl auf seine individuelle Art und Weise und hoffentlich ohne sinnlos zu kopieren…

Kinder, die wahrhaft Erleuchteten

was wäre ein Leben ohne Kinder? die Wesen, die das Leben bunt und lebenswert machen mit Geist und Witz und der nötigen Leichtigkeit, die uns Erwachsenen leider oft fehlt. Sie hinterfragen nicht verbissen sondern können noch fliegen, tanzen und lachen. Ist es nicht unsere Aufgabe, eine der Wichtigsten für uns Erwachsene, Gewachsene, das innere Kind zu bewahren? Neulich sprach ich mit einem Produzenten. Ich betonte, dass mir die Spielfreude extrem wichtig ist, vor allem wenn ich mit anderen zusammenspiele. nicht umsonst benutzen wir Deutsche das Wort „spielen“ für die Musik. Ich spiele ein Instrument. Es war nicht das erstemal in meinem Leben, dass ein Fachmann entsetzt reagierte. Seine Antwort: Musik hat nichts mit Spaß zu tun, es ist reine Arbeit. Wie schrecklich!!! Natürlich ist Musik, will man sie gut machen, auch viel Arbeit…aber ohne Freude???!!!also : reine Arbeit, ohne Spaß und dann am Besten noch Mainstream
So muß ich wieder einmal feststellen,dass ich in diese modebewusste,humorlose Zeit der Zwangsjacken nicht passe. Wir funktionieren, machen das, was gefragt ist, passen uns an und verlieren dabei den Spaß… na wunderbar…und am Ende habe ich kein Gesicht mehr,weiss nicht mehr, wer ich bin. Ja, das was mir heute bei vielen oft fehlt ist Charakter. Ich wage nun zu behaupten, dass ich nicht das erstemal hier auf der Erde gelandet bin – obwohl ich es natürlich nicht beweissen kann…dennoch weiss ich es und genau deshalb erscheint mir dieser Kampf so unglaublich absurd. Der Kampf entweder im grossen Strom mitzuschwimmen oder etwas ganz Neues zu schaffen, revolutionär, verdreht, so verdreht, dass es am Besten keiner mehr versteht bzw verdauen kann. Kopfgesteuert, mathematisch kalkuliert (im Voraus) bis in den letzten Winkel. In meinen Augen ist es unmöglich etwas Neues zu schaffen, denn alles ist schon da, schon da gewesen lange bevor wir kleinen Menschen angefangen haben zu denken. – – – – – – – – – – – – – – – wie wäre es denn mit einer Prise Inspiration kosmischer Natur?

der Zustand

ist wie folgt. um mich die Sandberge auf denen nun ein Hase Schlittschuh laufen könnte. Nur leider ist den Hasen, die sich vor zwei Wochen noch in meinem Garten genüßlich sonnten, nun die Lust vergangen. Es rumort, es gräbt, es schaufelt und wenn ich nun fair bin muss ich sagen: ER schaufelt oder SIE spachteln. alles wird saniert und ich freue mich wahnsinnig auf das „Danach“, was Gott sei Dank abshebar ist. vielleicht werden das ja dieses Jahr so richtig überfrohe Ostern mit zurückkehrenden Hasen, die ihrer Eier diesmal im hellen Sand vergraben können.

Applaus

ja… es war mal wieder sehr bereichernd – 13 mal „Der kleine Prinz“ mit Thomas, ich Cello solo. So schön es war, nach der letzten Vorstellung hätte ich mich am liebsten statt mich für den Applaus zu verbeugen, auf die Bühne gelegt. mausetot – sozusagen. Nach unserem wohlverdienten gemeinsamen Abendschmaus fuhr ich mit dem Auto nach hause und sagte mir „schön langsam, vorsichtig…blos keine schwarzgekleideten Fahrradfahrer überfahren – das muss jetzt echt nicht sein!“ doch statt des schlecht sichtbaren Fahrradfahrers flitzte aus dem Nichts wie vom Blitz getroffen ein Kaninchen über den Zebrastreifen. Gut, das hätte mir dann eigentlich schon gereicht, nur der Fußgänger, der diesem Wesen mit entschlossenen Schritten über den Zebrastreifen folgte, der überforderte mich in diesem Moment komplett. Denn schliesslich kam ich ja grade selbst von einem anderen Planeten, begegnete Blume und Fuchs… was hatte diese Kaninchen nun zu bedeuten? eine geheime, verschlüsselte Botschaft??? Mein armes Hirn war überfordert. Das war nun definitiv eine Botschaft zu viel. Nichts gegen Ausserirdische. Wirklich nicht. Nur gestern abend fehlte mir die Energie zum Denken. Heilfroh, zuhause ohne überfahrene Säufer, Geschäftsmänner oder Eitle angekommen zu sein, fiel ich in eine Art zweiten Winterschlaf. 11 Stunden mit Licht. Nun bin ich wieder bei den Lebenden. Man holt mich brutal auf die Erde zurück mit Mahngebühren zu nie erhaltenen Rechnungen. Ob ich mal den Geschäftsmann von Planeten X zu Rate ziehe??? Oh ja! Ihr lieben Ausserirdischen! Ich baue auf eure Hilfe… allen einen erholsamen Abend

Tiefgang und Leichtsinn

Ich kann fürchterlich ernst sein. Sozusagen: zum Fürchten ernst. Habe ich dann die Phase des Eintauchens in eine Materie ( das kann manchmal 10 Stunden am Stück bedeuten ) hinter mich gebracht, mutiere ich und werde bisweilen schrecklich albern. Es gibt Menschen auf diesem Planeten,die mich aufgrund meiner Albernheit schon aufs schärfste kritisiert haben. Diese Leichtigkeit ist für mich jedoch so extrem wichtig, dass ich mit humorlosen Menschen mittlerweile nur noch wenig zu tun habe. Sonne und Mond, Licht und Dunkelheit, Kälte und Wärme – das Spiel der Gegensätze. Wichtig ist es, glaube ich, die Balance zu finden. Wäre es immer nur kalt, würde ich vielleicht irgendwann erfrieren. Natürlich können wir nicht immer Kind sein, aber ich denke, es ist gut, ja gesund, seinem inneren Kind Raum zu lassen, Mensch zu beliben, natürlich und verspielt. im Deutschen sagt man nicht nur „Musik machen“ sondern benutzt das Wort „spielen“… Ich bin Musikerin also bereit zum Spiel. in deisem Sinne: allen einen bunten Tag!

die Entdeckung der Langsamkeit

wenn Du keine Zeit hast, nimm sie Dir.Befreie Dich von dem, was Dich bremst, behindert.
Ein Nein ist immer ein Ja für das Andere. Dann stellst Du fest,dass Du plötzlich Zeit hast, für das, was Dich bereichert und erfüllt. Der Glaube versetzt Berge und dennoch ist eine Prise Geduld, eine kräftige Portion Ausdauer nötig. Wer sagt eigentlich wann? – wann genau etwas passieren muss? Ist das so wichtig? Viel wichtiger ist doch, dass das, was man tut stimmig ist und dass es sich gut anfühlt. In all meinen Projekten, egal ob sie nun künstlerischer oder pädagogischer Natur waren, musste ich feststellen, dass die Chemie eine ganz entscheidende Rolle spielte. Da ich nicht ausschliesslich mit dem Kopf, also rational, arbeite, versteht sich das von selbst. Natürlich lernt man grundsätzlich IMMER dazu, auch bei Negativ-Erfahrungen… aber aus dem Alter bin ich nun raus.oder sagen wir so: das Bestreben möglichst viele Knoten zu entknoten ist extrem geschrumpft. Neulich erzählte mir ein professioneller Musiker, dass er grundsätzlich gerne streitet. Meine Rangehensweise ist definitiv anders. Man darf mich nun als harmoniesüchtig bezeichnen – bitteschön. Da ich in letzter Zeit viel meditative Musik kreiert habe und der spirituelle Aspekt eine grosse Rolle spielt, wäre es mir fremd in der Probe zu streiten – emotional aufgeladen. Diskutieren immer gerne mit dem nötigen Respekt. Konstruktive Kritik – ja! Jeder Mensch hat eine Seele behaupte ich provokant, wenngleich viele im Freundeskreis und in der Familie ganz anderer Meinung sind. Das grosse Vakuum nach dem Tod. Wer es haben möchte kann es sich sicherlich herbeiwünschen. Ich träume lieber positiv und fliege. Ich habe den Verdacht, dass das Vakuum mehr auf der Erde herrscht denn irgendwo sonst. (mein Engel lächelt) – langsam aber sicher begreife, erfahre ich immer mehr und wenn ich dann genug verstanden habe sterbe ich? und da wartet ein grosses Vakuum??? das wäre ja absurd.

es gibt kein Zurück

wenn Du bestimmte Erfahrungen gemacht hast, gibt es kein Zurück. es wäre auch merkwürdig, wenn es eins gäbe.und wer ist nun Schuld daran? natürlich Du selbst, denn schliesslich warst Du neugierig und bereit für Neues. Ich spreche nicht von bewusstseinserweiternden Mitteln, wie sie in unserer Gesellschaft lustigerweise genannt werden. Ich bin davon felsenfest überzeugt,dass alles ohne materielle Hilfsmittel geht. Die Materie spielt eine nebensächliche Rolle. „na Gott sei Dank“ könnte ich nun sagen. Wir Musiker, Künstler, Kreativen müssen sowieso eine Verbindung herstellen zwischen Himmel und Erde. Gelingt es uns, die Brücke zu bauen, haben wir einen wichtigen Schritt getan. Es wäre gut, die nötige Portion Bescheidenheit mitzubringen, denn schliesslich bin ich kleiner Mensch nur ein Medium, kann staunen über das,was ist. Begreifen ist fraglich – dafür ist das Universum zu groß…begeistert schweben getragen von magischen Kräften des Alls, schwingen, klingen, sein

Träger des Lichts

es ist tatsächlich so. jedesmal, wenn sie mein Haus betreten, wird es bunt, lebendig und hell. diese wundervollen jungen Kreativen – ich danke euch! meine Fensterbank steht jetzt voller Leckereien, Schokolade, Plätzchen und wundervoll Selbstgebastelten. Kein Kaufhaus der Welt könnte es so gut machen… in jedem Gemälde, in jedem Stern steckt so viel Herzblut. ein Leben ohne Musik, ein Leben ohne lachende Kinder – es wäre kein Leben

der Ameisenhaufen

… wie Schostakowitsch so schön meinte. oder die graue Masse, diese zähe Masse ohne Rückgrat- wo sind sie geblieben, die heldenhaften Kämpfer? als ich noch sehr jung war blickte ich oft in den Spiegel, um zu erfahren, warum ich und wie ich mich hierher verirren konnte. es ist mir immer noch ein Rätsel. vielleicht ja nur ein Irrtum sowie ein Weihnachtspäckchen ja auch aus Versehen fehlgeleitet werden kann. der ganz NORMALE Wahnsinn. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt und bald brennt der ganze Baum. Ich bin froh, wenn die besinnungslose Zeit vorbei ist. Ich bevorzuge definitiv den Frühling. der Norden ist mir zu kalt, nass und kalt, unter mit wachsen die Pilze und gedeihen. – – – bin ich im richtigen Film? kann ich den Sender wechseln?? ich glaube, es ist dringend nötig. wozu hat der Mensch Ohren? … wenn er sie nicht benutzt? wie paradiesisch wäre eine Welt mit aktiven Ohrbenutzern. auch das Hirn darf bisweilen aktiviert werden…es wäre zu schön. oh…und da stosse ich wieder auf eines meiner Lieblingsworte: „Respekt“…Liebe und Respekt für den anderen.- – – Ich finde oft die Kleinen viel erwachsener und angenehmer als die angeblich Erwachsenen. 5 jährige Zahnlückenkandidaten… die bringen Dir eine unglaubliche Energie ins Haus. kreativ, humorvoll und erfrischend ehrlich…das sind wahrhafte Geschenke. mit Künstlern zu arbeiten ermüdet mich oft, denn das Über-Ego, dieses grauenvolle „Ich und der Rest der Welt“-Verhalten. es ödet mich an… mir wird übel. ich empfinde Brechreiz. wahrscheinlich muss ich irgendwann den Beruf wechseln. dieses „wer die meisten oder höchsten, lautesten oder schnellsten Töne gespielt hat, hat gewonnen“ es langweilt mich zu Tode. Ist das der Sinn??? was machen wir hier eigentlich? bitte einmal kurz das Hirn einschalten oder noch besser: das Herz – DANKE

Natur

überwältigend schön, unglaublich kraftvoll, heilsam – Balsam für die Seele
sprachlos in endloser Bewunderung für das, was ist und immer neu entsteht.
ich sage DANKE – erfüllt, erholt, neu…

Experimente

zu sehr liebe ich das Experiment… Spontaneität. wir Deutschen haben da oft Mühe. Im Sommer kann ich schwer kreativ sein, die Sonne lockt mich nach draussen. Ab und zu beobachte ich Menschen. Ich schnappe mir mein Instrument und setzte mich auf einen Markt,dann spiele ich meist meine eigenen meditativen Kompositionen. Erstaunlicherweise bekomme ich das beste Feed-Back von den allerjüngsten. Neulich stand wieder ein 2 jähriger vor mir, seine Mutter packte ihn am Arm, „komm, wir gehn weiter…“ er riss sich los, stellte sich erneut frontal vor mich und träumte. Er war dabei so ernst und tief versunken, dass seine Mutter schliesslich mit einem Lächeln aufgab. Nach und nach hatte sich die ganze Familie um mich versammelt, während ich spielte plauderte ich mit seinem Opa …20 Minuten verstrichen und schliesslich kauften sie eine CD als Gute Nacht Musik für ihren Kleinen Großen. großartig, würde ich sagen. das sind die schönsten Geschenke. ein etwas merkwürdigeres indirektes Kompliment erhielt ich vor ein paar Tagen in St. Georg. Ist eh ein spezielles Pflaster, wenig Kinder,… Ich spielte 2 meditative Stücke, da schrie mich eine Frau an, sie kam aus dem Nichts und sah ganz fürchterlich aus, ihre Ausstrahlung ebenfalls sehr verknotet. “ Das ist ja schrecklich! Aufhören! spiel mal was Heiteres, die Musik bringt einen ja zum Weinen!“ „Ja?“ meinte ich zu ihr freundlich…“ das ist ja wunderbar“… verwirrt ging sie weiter und schwieg…   hat sie mir da aus Versehen ein Kompliment gemacht? es macht mich schmunzeln  🙂

ausser man tut es

lange Rede, kurzer Sinn. es ist schön, die blumigsten Ideen zu haben. der erste Gedanke ist wichtig, dennoch müssen Taten folgen. und meiner Ansicht nach darf dabei nicht zuviel Zeit verstreichen. der kreative Prozess braucht auch ein wenig Geschwindigkeit, denn sonst droht der anfängliche Elan zu versiegen. Das wäre schade. Mit manchen Artgenossen eiert man ewige Zeiten nutzlos herum. Andere sind in der Lage, den spontanen Gedanken zu modifizieren. ein Strudel von Enegie, ein Meer der Kreativität. ein magisches Miteinander in dem man die Zeit vergisst, da sie nebensächlich geworden ist. Ich bin, ich atme – der Weg ist das Ziel.

Klarheit

Menschen, die scheinbar freundlich sind und hintenrum schlecht über Dich reden, denken, es würde keiner merken und sich deshalb dann noch für besonders schlau halten. Solche Menschen sollte man tunlichtst meiden. Die bekannten Energiesauger oder Vampire. Was ist so schön am Frühling, ja: einerseits die Blütenpracht, der Vogelsang und die zurückkehrende Sonne. Aber mindestens genauso wichtig: der Frühjahrsputz. Räumen wir also auf. Das Anstandslächeln ohne Hintergrund bringt uns nicht weiter. Raum schaffen für lichte, klare, aufrichtige Wesen. Geschenke des Himmels. Klar kann ich mich verkriechen, die Midlife-Krise schieben und nur noch mit Engeln kommunizieren. was heisst hier eigentlich nur??? Aber ich bin der Meinung, dass beides wichtig ist. Spirituelle Öffnung und Austausch mit Gleichgesinnten oder sollte ich sagen Leidensgenossen? Ich leide nicht aber in bestimmten Situationen absurder Natur, ja…machmal tut es ganz einfach weh. Naja, jedem sein kleines Universum. Meine Wahrnehmung ist subjektiv, wie sollte es anders sein? in diesem Sinne allen einen hoffentlich äußerst angenehmen und effektiven Frühjahrsputz!

Selbstbewusstsein oder Arroganz

ich denke, es fällt vielen nicht leicht Selbstbewusstsein und Arroganz auseinanderzuhalten, dabei sind sie sehr unterschiedlich.

als Bühnenmensch braucht man Selbstbewusstsein, gepaart mit einer ordentlichen Prise Bescheidenheit können wir vieles bewegen. aus meiner Sicht ist Arroganz fehl am Platze. Jeder Mensch ist ein Individuum…nun könnte ich sagen: Gott sei Dank! Wären wir alle gleich – ein Horrortrip. Alles hat einen Sinn, so auch die Gegensätzlichkeit. Jeder kann von jedem lernen. Es ist ein langer Weg, das Leben. Auf diesem Pfad können wir so einiges lernen, wachsen, reifen und dann, wenn wir mit einem zufriedenen Lächeln zurückblicken können, sollten wir uns in Acht nehmen, nicht überheblich zu werden. Ich denke, in jedem steckt alles. Ich kann mich selbst entscheiden, in welche Richtung ich gehe, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalte. Wir sind geprägt von unserer Kindheit. Ist es möglich sich gänzlich von negativen Erlebnissen und deren Nachwehen zu befreien? Ich glaube nein. Sind wir uns jedoch bewusst, können wir vieles ändern. Trotz aller Reflektion und Toleranz anders tickenden Menschen gegenüber muss ich gestehen, dass die Momente, in denen ich mit Gleichgesinnten, ähnlich denkenden Menschen zu tun habe, für mich die Kostbarsten sind oder angenehmsten. Machmal ist es aber auch sinnvoll, die Grenzen zu durchbrechen. Dazu braucht man allerdings viel Energie. – für ein entspanntes Miteinander…   Susanne

Karriere

ist also ( Jugend forscht ) die schnellste Gangart des Pferdes. Gut. und wer am schnellsten ist, hat gewonnen – richtig??? hmmmm… das ist doch totaler Unsinn.denn: in der Ruhe liegt die Kraft. Mein Lieblingsthema im Moment: „ATMEN“
befreit atmen, wer kann das heute noch? ich denke, die wenigsten. Es gibt Menschen, die haben ihren Terminkallender so voll, dass sie nicht mehr genussvoll essen können. Dann hat sich die Industrie mal wieder was ganz Schönes ausgedacht : das FASTFOOD
wie kann ich also in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Kalorien zu mir nehmen? das ist doch keine Lösung. wäre es nicht besser, endlich wieder die Sinne zu öffnen, denn schliesslich ist alles, was wir brauchen da. Wunder der Natur mit ihren magischen Kräften. aber dafür, um diese Schönheit wahrnehmen zu können brauchen wir Zeit. Lasst uns die Zeit anhalten und uns besinnen auf das Wesentliche. Die Bäume das Wasser, die Berge – sie besitzen die Kraft, die wir brauchen. Tief durchatmen, den Duft der Blätter, der Rinde, des Windes inhalieren – wie gut, dass es euch gibt!

Sinn

worum geht es eigentlich? und warum wird mir jedes mal übel, wenn mich gewisse Bekannte, die ich ewig nicht gesehen habe als erstes fragen „und? was macht die Karriere?“ mir wird übel und gleichzeitig werde ich unsäglich müde. wer erwartet hier eigentlich was? was ist bitteschön Erfolg? wer bestimmt, was richtig und falsch ist? ach, diese Menschenwesen. Immer denken sie sich schöne Regeln aus an denen sie am Ende alle selbst ersticken. Diese selbst erschaffenen Zwangsjacken. Erwartungshaltungen, Menschen, die sowieso alles besser wissen. Wie wäre es mit einer kleinen Prise Bescheidenheit? Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben an einem Wettbewerb teilgenommen. es kommt mir so absurd vor – warum mache ich Musik ? um zu beweisen, dass ich besser bin ??? Gut. Ich bin vielleicht zu weltfremd um beim Kräftemessen teilzunehmen. wenn ich ehrlich bin muss ich sagen, dass ich dazu noch nie Lust hatte. Ehrgeiz. seien wir doch mal ehrlich. ist das ein schönes Wort?? Ich ziehe mich lieber zurück aus diesem irdischen Wettlauf. Ich geniesse die Stille und Mitmenschen, die noch wahrhaft komunizieren können.  Menschen, die ehrlich sind zu sich selbst und den andern, die den Mut haben, sinnlose Strukturen zu durchbrechen oder zumindest zu hinterfragen. Niemand ist perfekt, das ist sowieso klar, aber wir können zumindest versuchen etwas zu verbessern, uns zu ändern, wenn wir uns nicht wohl fühlen. Es gibt immer eine Möglichkeit. Aber um diese Änderung herbeizuführen bedarf es Mut. Viele haben Angst und verharren in ihren ihnen so vertrauten Gewohnheiten und merken nicht, dass sie dabei zugrunde gehn. Sie bekommen keine Luft mehr, der Alltag erdrückt sie oder das selbst erschaffene Umfeld. Das Umfeld, was vielleicht für denjenigen gar nicht gesund ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Gewohnheiten ändern eine der schwierigsten Aufgaben. Ich denke, wenn wir es schaffen, klein zu beginnen , eine Winzigkeit zu verändern, so ist schon der schwierigste Schritt getan. Der erste Schritt ist immer der schwerste, dann läuft plötzlich alles von alleine….   und oft ist man erstaunt, dass es doch viel leichter geht als man gedacht hätte. Dann können wir freier atmen und erleichtert lächeln. Stolz sein auf das, was wir alleine vollbracht haben…   – er – folgt ?

…dass ich nichts weiss

…. da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor. der Mensch unterliegt dem Wiederholungszwang. die Macht der Gewohnheit und die Unfähigkeit, der Intuition zu folgen. Nur weil man sich selbst ändert, müssen das die anderen noch längst nicht tun. Sensibilität ist leider oft ein Fremdwort. dann begegnet man Schmetterlingen, die farbenfroh und leicht, fast schwerelos durch die Lüfte fliiegen. Würde ich einen Schmetterling einfangen, so würde er genau das, was ihn so besonders macht, verlieren. deshalb halte ich mir auch keinen Hamster. Ich betrachte lieber freischwebende Eichhörnchen-Akrobaten in der Natur. oder einen schlafenden Fuchs am Strand. das ist für mich dann wahre Magie. gelingt es uns, jene Magie mit einem strukturierten Fundament wiederzuspiegeln, so könntem wir es als Kunst bezeichnen. Kunst ist jedoch ein so weiter Begriff. Ich glaube, dass hier der individuelle Geschmack eine ganz wichtige Rolle spielt. Ich kann also nicht erwarten, dass meine Musik jedem gefällt. Es ist mehr als logisch, dass es Menschen gibt, die damit überhaupt nichts anfangen können. gibt es nun ein besser oder schlechter??? Ich, als Individuum kann doch nur von mir selbst ausgehen. Wenn es Menschen gibt, die denken, lauter ist besser – bitteschön. Ich glaube, dass wir Kontraste brauchen, Farben, Nuancen. Die Musik ist eine Sprache, wenn ich mich unterhalte und einen Dialog wünsche, würde ich auch nicht die ganze Zeit brüllen. Wenn ich nur flüstern würde, wäre das auch auf Dauer anstrengend. Die Sprache als Mittel der Verständigung, Kommunikation.- könnten wir das in der Musik wiederspiegeln, hätten wir für mein Empfinden, den Sinn erfüllt. Stell Dir vor, auf einer Party spricht immer nur einer. Eine Anekdote folgt der nächsten – unaufhaltsam. irgendwann wäre der Rest der Party gelangweilt. Fazit: das endlose Solo eines versierten Gitarristen und noch ein Solo und noch mal eins….  absolut überflüssig. Ist es nicht viel schöner, wenn er seine Mitmusiker mit ihren ganz anderen Farben auch zur Geltung kommen lassen würde??? Es gibt in unserem Milieu leider auch viele Rechthaber. natürlich müssen wir, steht da ein/e Komponist/in auf die individuellen Wünsche eingehen. aber sobald es um Musik schon längst Verstorbener geht, zum Beispiel Bach. ojeojeojeoje. wer da alles so besser weiss, wie man ihn zu spielen hat. komisch eigentlich. wir sollten ihn lieber selbst fragen. vielleicht hätte er ja nur zu gerne sein „Wohltemepriertes Klavier“ mit Pedal gespielt – – – wer weiss das schon??? sobald ein Musiker es schafft, identisch zu sein und zu überzeugen ist er in meinen Augen ein Meister, egal, wie er es macht

Magie des Lebens

Ich bin Musikerin und zu allererst bin ich Mensch.ich denke also bin ich?

Leben ist eine Aufgabe, es ist nicht immer leicht. Möchte ich glücklich sein, so versuche ich die angenehmen Momente möglichst oft zu wiederholen. Und welches sind die angenehmen Momente? Vielleicht sind es jene, in denen ich es schaffe, nicht mehr zu denken, in denen ich mich frei und unbeschwert fühle. Nehmen wir an, ich wäre ein Surfer, so würde ich den richtigen Moment, die günstige Welle abwarten, die Welle, die mich trägt, mir Kraft gibt und mich auf wundervolle Art und Weise nach vorne bringt. Ich bin nicht auf der Suche. Ich beobachte, nehme wahr. Magische Momente können nicht geplant werden. Sie geschehen oft dann, wenn man gar nicht damit rechnet. Ist das nun Freiheit? Schwer zu sagen, denn genau in diesem Zustand bin ich ja eng verbunden mit dem Kosmos, ich schwinge mit. Vielleicht kann man ja gemeinsam, mit dem Gefühl der Geborgenheit frei sein. ein freiwilliges Miteinander – traumhaft.

Bescheidenheit

Warum ich mich immer wieder zurückziehe in die Natur? ans Ende der Welt ? Ohne Zentralheizung und ohne Strom hause? Weshalb ich mir bis jetzt kein smartes Phone geholt habe? Weil ich mich besinnen will, mir bewusst werden wil, in welchem Luxus ich normalerweise lebe. – einerseits muss ich sagen. Ich drehe am Knöpfchen und alles funktioniert, es wird warm, das Auto fährt von alleine. Möchte ich mein Domizil in der Einsamkeit erreichen, muss ich erst mal 180 Höhenmeter steigen. Möchte ich es warm haben, muss ich Holz sammeln bzw hacken und den Ofen vorbereiten, Warmduschen? Ebenfalls ein Akt. Wer sich bei mir betrinken will, bekommt Wasser, da ich bestimmt nicht literweise Alkohol den Berg hochtrage. Hier sollte man lieber die Sinne schärfen und den Bergblick geniessen. Die Berge sind magisch und haben eine unglaubliche Kraft. Bin ich in einer Entscheidungsphase auf der Suche, habe ich Fragen – dort werde ich immer eine klare Antwort bekommen. So hoch und erhaben, strahlend schön, dem Himmel ein ganzes Stück näher.

das Ego

Es ist ein abstraktes Wesen, welches denkt, dass es dadurch, dass es ununterbrochen schöpft und dann seine Kreationen in die Umwelt spuckt, möglichst angepasst – sozusagen mainstream, damit es die grosse Masse erreicht, es ist ein Wesen, was denkt, oder hofft, unglaublich erfolgreich zu sein mit seiner hochnäsig arroganten Art. Ich und der Rest der Welt. Der Rest der Welt existiert nicht, aber sie sollen zuhören. Wie soll das bitteschön funktionieren? Hallo liebes Ego. Wie wäre es mit einer Prise Kommunikationsfähigkeit und ein wenig Nächstenliebe? Die Egos wollen die Welt erobern und sehen ihren Nachbarn, ihren Nächsten nicht. Diese merkwürdigen Künstler, die sich ständig isolieren… Manchmal wird mir das alles zu viel – dann sehne ich mich nach den Bergen, der Natur, nach wahren Kameraden mit denen ich durch Dick und Dünn gehen kann. Ob ich irgendwann Bauer werde??? Dann diese Studierten ( ich bin selbst eine ), die es würdelos finden auf der Strasse Musik zu machen. Ich kann nur jedem ach so Gelehrten den Rat geben das sichere Podest zu verlassen. Wir können alle so unglaublich viel dazulernen – im richtigen Leben. Ein Hoch also auf all diejenigen, die es noch nicht verlernt haben zu kommunizieren.

der Weg ist das Ziel

Wenn ich es tatsächlich schaffe, im Hier und Jetzt zu leben und mich wohl zu fühlen, kann ich sagen, dass ich glücklich bin, denn ich ruhe in meiner Mitte und geniesse den Augenblick. Es sind oft die schönsten Momente, in denen ich es schaffe, die Zeit zu vergessen, dann lerne ich zu fliegen, tauche ein in eine andere Welt, in eine andere Dimension,betrachte die Sterne und fühle die endlose Weite… woher? wohin? es ist nicht wichtig. Ich bin, ich atme, ich nehme wahr. Könnte ich immer meiner Intuition folgen, es wäre fantstisch. Man tut Dinge, ohne sich Fragen zu stellen, man folgt seiner inneren Stimme und ist mit dem Kosmos verbunden. Vertraue ich, so werde ich schwerelos und unbesorgt. Die Leichtigkeit des Seins. Allen eine lichte Zeit…

Rom

…da war ich wieder einmal gelandet. Warum ich immer nach Rom reisen muß?

Es ist eine fantastische Stadt mit Geschichte, so glänzend  – und doch nagt der Zahn der Zeit – wie lange noch wird sich dieses ehemals so prächtige Imperium halten? Faszinierend und erschütternd zugleich, blickt man ein wenig hinter die Kulissen. Ein trauriger Abschied von meinen künstlerisch aktiven Freunden. Noch sind sie es – –

Hat es Sinn, zu kämpfen, oder sollte man lieber das Weite suchen? Diese Frage stellt sich so eingen. Ich blicke zurück mit einem lachenden und einem weinenden Herzen.

 

Liebe

Es gibt zu viel Haß, Neid, Mißgunst auf dieser Welt. Warum? Vielleicht sollten wir uns diese Frage stellen. Bekommt ein Kind zu wenig Liebe, wird es in irgendeiner Form verhaltensgestört. Wären wir immer im Einklang mit uns selbst und den anderen, wie endlos harmonisch wäre diese Welt.  die meisten wollen nur Liebe. „nur“?? das grösste Geschenk, das uns wiederfahren kann. geliebt werden, gesehen, wahrgenommen und respektiert. So wünsche ich allen, die sinnlos zerstören, Zeit zur Besinnung. Wir müssen die Ketten durchbrechen. Eltern haben Kind geschlagen > Kind schlägt nun seine Kinder > und so weiter ?!?! Verzeihen aber nicht Vergessen, sich besinnen und anders handeln, Liebe schenken und somit Liebe erhalten.

allen eine besinnliche Woche, Licht und Liebe

Manchmal finde ich es wunderbar, mich wie eine Schnecke in ihr Haus zu verkrümeln,die Sinne zu schärfen und über Erlebtes zu reflektieren. Würde ich ununterbrochen mitschwimmen, könnte ich nicht wachsen. Erwache ich dann aus meinem sinnlichen Traum, tauche ich wieder ein in die Fluten der Zivilisation, sehe ich vieles anders. Die Sicht der Dinge, mein Blickwinkel hat sich verschoben, daran erkenne ich, dass ich gewachsen bin. Dann kann es passieren, dass mir Menschen, die ich seit ewigen Zeiten kenne, die mir vertraut sein müssten, plötzlich fremd sind, vielleicht deshalb, weil sie andere Wege beschreiten. Und plötzlich ist alles klar, glasklar. Die Antwort liegt vor mir. Ein Ja. Ein Ja zu mir selbst, was in manchen Situationen schmerzlich Abschied bedeutet. Nichts wäre schrecklicher als zwanghaft gemeinsam zu gehen, wenn doch ein Weg nach links, der andere nach rechts führt. Zauberhaft, wenn sich Menschen finden, die eine gemeinsame Richtung einschlagen können aus freien Stücken und beherzt.

Mensch

Es ist schon interessant, wie die Menschheit so tickt. Manchmal muss ich mir ernsthaft die Frage stellen:“ Was unterscheidet den Menschen nun wirklich vom Tier oder von den Pflanzen?“ Es wird zumindest des öfteren behauptet,dass es Unterschiede gibt, ob das so ist, ist eine andere Frage. Gibt es besser und schlechter? oder gibt es vielleicht eher anders? Jede Pflanzenart ist anders und auch jede einzelne Pflanze unter ihnen ist wiederum ein Individuum. So hat wohl jede ihre ganz speziellen Erfahrungen gemacht und ihre persönlichen Lock- und Abwehrmechanismen entwickelt. Gut so, denn sie lernt im Laufe ihres Lebens mit ihren Freunden und auch Feinden umzugehen. Das unterscheidet dann  auch das Leben auf der Erde vom Paradies, in dem diese ganzen Strategien überflüssig und absurd werden. Ich vertrete nun die These: wir sind unterschiedlich, sicher…und dennoch haben wir alle etwas geimeinsam…solange wir auf der Erde sind, streben wir danach, gesund zu bleiben und zu überleben. Irgendwann setzt dann der natürliche Verfall ein. Das fängt damit an, dass wir vergesslicher werden. Das Hirn baut ab, die Muskeln lassen nach… Ich kann nun etwas tun, um dem Ganzen entgegenzuwirken, Sport betreiben geistig oder körperlich. Aber irgendwann nützt all das Bemühen nichts mehr, Wir fallen wie ein trockenes Herbstblatt, müde und bereit zur Transformation. Das Blatt gibt der Erde Humus und so entsteht neues Grün. Es gibt extrem denkende Menschen, die mit ihrer „Schläue“ versuchen, die natürlichen Gesetze zu überwinden. Wir kreieren also den Übermenschen, der ewig leben soll. Grauenvolle Vorstellung. Warum soll ich bitteschön künstlich ewig irdisch leben??? Das ergibt für mich keinen Sinn. Wie wundervoll sind Menschen, die ehrlich alt werden, in deren Gesichtern du lesen kannst, was sie alles erlebt haben. Weise und wissend, bereit für Neues.Der Körper ist nur die Hülle. Krampfhaftes Festhalten ist in meinen Augen zwecklos. Bei allen ausgeklügelten Technologien, allem angeeigneten Wissen, am Ende wird sie uns überwältigen, denn sie ist zu stark und mächtig. Mutter Natur. Sie wird sich zurückerobern, was wir ihr genommen haben und es ist gut so. Der Kreislauf ist vollendet.

allen einen besinnlichen Tag

zivilisiert

Bin ich mit dem Auto unterwegs und fahre ich einen Schotterweg, finde ich das sicherlich erstmal unglaublich romantisch. Auf Dauer jedoch kann das sehr anstrengend werden. Ich glaube, es gibt einen Grund, warum Teerstrassen erfunden wurden. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Habe ich mich erst einmal an den Luxus gewöhnt, werde ich nach und nach abhängig. Eigentlich wäre es gut,ab und zu barfuß zu laufen und die Erde unter meinen Füßen direkt zu spüren. Aber wer macht das heute noch? – in unserer zivilisierten Zivilisation. Oder im Freien zu schlafen, ohne ein Dach über dem Kopf…die Sterne zu betrachten, um die Sinne zu öffnen.

Wellen

Wellen oder Schwingungen, kosmische Energien, Inspiration. Leben wir im Einklang mit uns selbst, finden wir Menschen, die auf derselben Wellenlänge sind. Das kann traumhaft sein, denn es gibt keine Reibungen. Das Meer mit seiner endlosen Weite, seiner immer wiederkeherenden Rhythmik. Es ist Magie in der Luft und ich sage danke. Glaube an dich selbst und du wirst Berge versetzen können. Lasst uns Berge versetzen ;o) wahrhaftig begeistert. Ich wünsche allen ein fantastisches Jahr 2014!

Kommunikation

Ich würde liebend gerne noch mehr kommunizieren, doch leider werde ich des öfteren missverstanden. Hier auf der Erde können wir uns nicht gänzlich von den üblichen Spielregeln verabschieden, es sei denn wir zögen auf eine einsame Insel. Neulich habe ich einen sehr interessanten Bericht gesehen über ein Paar, das genau das getan hat. Sie ernährten sich überwiegend von Fisch und sahen extrem gesund und glücklich aus. Ob ich auf eine Insel will? nein. Jetzt zumindest nicht – dann müsste ich einen anderen Beruf haben… aber für ein paar Monate – warum nicht? Wir Musiker brauchen den Austausch untereinander und mit den Fans. Ohne diesen Austausch wäre alles sinnlos. Gut: ich könnte mich auch unter einen Baum setzen,das ist ohne Zweifel fantastisch. Auf Dauer würde mir jedoch was fehlen. Wenn Einöde, dann mit ein paar interessanten Menschen, Künstlern, Lebenskünstlern oder Philosophen. Das könnte in der Tat sehr spannend werden.

der gewisse Unterschied

Heute mußte ich mir wieder die Frage stellen: Was unterscheidet den deutschen Mann vom Italiener – oder sagen wir Südländer? Während der Italiener stets bemüht ist, die Frau mit blumig fantasievollen Komplimenten zu umwerben, ist der Deutsche doch eher sparsam und kritisch veranlagt. Ich möchte nicht verallgemeinern, die goldenen Ausnahmen gibt es immer. Fragt die Frau den Mann, mit dem sie vielleicht schon seit 5 Jahren zusammen ist, ob ihm ihr Kleid gefällt, liest er wahrscheinlich weiter Zeitung, wirft ihr mürrisch einen flüchtigen Blick zu und grummelt: „ja,ja!“ das wars dann auch schon. Blumen sind überflüssig. Dabei sind Frauen oft so romantisch. Falls die Frau nun ein Beziehungsgespräch beginnt und den Mann fragt, ob sie ihm noch gefalle, schliesslich muss sie ja fragen da aus dem kargen Etwas nichts kommt, erwidert der Mann erstaunt, denn er weiss von keinem Problem: „wieso?? ich bin doch da!“ Ja, Tatsächlich. in Fleisch und Blut. Fantasie ist überflüssig. Hier zählen die Fakten. Für den schlicht gestrickten Mann ist es schon das grösste Kompliment, da zu sein. Super. Es lebe also die Süddeutsche Zeitung! und am besten beim Frühstück! Sie:“ Schatz? Möchtest du noch Kaffee??(zwitscher)“ – keine Reaktion.: 2. Versuch: sie zwitschert die Frage noch mal eine Oktave höher:“Schaaatz,…“ Zu dumm, dass sie ihn nicht sehen kann, Ach…ist ja auch nicht so wichtig. Zurück zum Italiener. Ich habe da meine einschlägigen Erfahrungen gemacht. Fantasie fantastisch, nur – das Auto war danach kaputt. Kotflügel eingedrückt, hinteres Rücklicht zertrümmert,… tutto con fuoco. dann doch lieber fliegen lernen und alles schmunzelnd von oben berachten. so.

Advent,Advent

ein Lichtlein brennt.

es tut mir leid, aber ich kann Weihnachten nicht so feiern wie man das so tut.

„man“ ist ein spannendes Wort. wer ist „man“ ? dieses Wort verfolgt mich nun mein Leben lang nachdem mein schon vor vielen Jahren verstorbener Deutschlehrer Herr Kluge – er hieß wirklich so und er war es auch – mir diese Frage gestellt hatte.“ Wer ist „man“? – erklär es mir!“ kluge Frage würde ich behaupten. ich bedanke mich für dieses Weihnachtsgeschenk. „Man“ geht los und köpft einen Baum, nein:“man“ läßt ihn köpfen (schließlich möchte man sich ja nicht die Hände schmutzig machen) da ja nun Jesus geboren wurde – anscheinend direkt unter einem Tannenbaum, nein, es war die Fichte, nicht die Tanne – oder war es eine Pappel? und es im Namen der Nächstenliebe wichtig ist, einen Baum zu köpfen, und „man“ das wie so vieles ohne nachzudenken tut, der Mensch ist ein Herdentier….schließlich sprach er: „Ich bin euer Hirte“ nun stellt sich mir die Frage : Wenn ER der Hirte ist, wer sind dann wir? (mäh)  – richtig erkannt. und da wir kleine Wesen  alles vergessen haben, singen wir nun seelig unterm toten Baum. Daß Jesus den größten Teil seines Lebens freilaufend war scheint auch nicht viele zu interessieren. Immer wieder wird er  blutend am Kreuz dargestellt und dann wird frohlockt. schon klar: die Schafe sollen Buße tun. Sie sollen sich erinnern. Wenn Schafe also das Tyrannenkreuz sehen werden sie bereuen. ahhhh. das Prinzip der Bestrafung also. Der Ansatz der Liebe würde mir wesentlich besser gefallen. Eltern, die ihre Kinder schlagen – das ist keine Lösung. . in jedem Menschen wohnt eine zerbrechliche Seele. Wir sollten behutsam miteinander umgehen. Gewalt erzeugt Gewalt. Jedes Jahr kurz vor Weihnachten ist so viel Agression in der Luft. es ist schade…und zugleich absurd.

–  eine Kerze in Stille  –

 

besinnungslose Zeit?

da sind wir wieder. es ist kalt und grau. man kann sich freun, dass es drinnen warm ist – wenn man das Glück hat, ein Dach über dem Kopf zu haben…  Ich bevorzuge in dieser vorweihnachtlichen Zeit den Rückzug. Ich möchte nicht mitmachen beim Geschenkekaufrausch, Sichwegschupsen und Anhupen, Fluchen und wild gestikulieren  Zeit der Besinnung? Nein: ich hacke keinen Baum ab. das macht für mich keinen Sinn. Lieber mache ich einen Spaziergang im Wald und hole tief Luft, genieße, daß sie sind, daß sie leben. Heilige Geschöpfe edler Gestalt. und ich sage laut „Danke, wie gut, daß es euch gibt!“

Musik

Ich mache seit ich denken kann Musik. Meine Schwester, selbst Querflötistin, erteilte mir den ersten Flötenunterricht als ich drei Jahre alt war, schenkte mir alle möglichen bunten Plastikinstrumente, in die man hineinblasen konnte. Gewußt wie, würde ich da sagen. Mit 6 Jahren erhielt ich den ersten Klavieruntterricht und erst später dann Cello. Musik spielte in meinem Leben schon immer eine wichtige Rolle. Warum ich Musik mache? Ich versuche, Menschen in ihrem tiefsten Innern zu erreichen. Den Wettbewerb der vielen Töne können andere bestreiten. Mir geht es um den einzelnen Ton, denn schließlich können wir nur mit einem einzigen Ton Schwingungen erzeugen. Seit vielen Jahren wurde mir der heilerische Aspekt in meinen Kompositionen immer wichtiger, also positive Schwingungen zu erzeugen. Wir Künstler brauchen natürlich auch unser Publikum und bekommen wir ein ebenfalls positives Feedback, so ist die Mission erfüllt. und wenn es nur eine einzige Seele ist, die begreift, hat sich die Mühe schon gelohnt.       allen einen friedlichen Abend  Susanne

grenzenlos

ich denke, es ist gut, Grenzen zu haben. Oft merkt man das erst, wenn jene überschritten wurden und es schmerzt. Wie gut, dass es schmerzt, denn sonst würden wir es nicht wahrnehmen. Wahrnehmung – eine sehr individuelle Angelegenheit. Ich kleines Individuum kann sowieso nur von mir selbst ausgehen, baue mir mühsam mein Universum mit seinen 2345 Regeln, freue mich, wenns funktioniert und wehe nun, jemand funkt dazwischen. diese vielen sorgfältig zusammengebauten Zahnrädchen, nimmst du nur eins raus, dreht sich nichts mehr. Wie Charlie in Modern Times schließlich nicht mehr funktioniert und am Ende selbst zwischen die Räder kommt. Genialer „Clown“. diejenigen, die die Menschen zum Lachen bringen sind meistens die Traurigsten. absurd, aber wahr. zurück zum Schmerz: Haut mir jemand auf den Finger, wäre nun die natürliche Reaktion entweder zu schreien oder zurückzuhauen. Setzt jedoch das Hirn ein und drehen sich die darin befindlichen Rädchen noch, sind sie gut geölt, wird das dazugehörige Wesen denken, sich sagen: ach, der hatte bestimmt eine schwierige Kindheit, etc. aber wie wird jener Denkende nun reagieren? macht es überhaupt Sinn? das hängt sicher vom Typus ab. Ein Choleriker haut zurück, davon bin ich überzeugt und der Philosoph!?!? er denkt solange, bis die Schmerzen vorüber sind und verzeiht. der kleine Prinz lässt grüssen  –    habt einen entspannten Tag  Susanne

nichts als die Wahrheit

das Leben wäre einfacher, könnten wir diese unnötigen Umwege umgehen.Umgehen heißt in diesem Falle geradeaus, also den direkten Weg nehmen.

ein fürchterlich ehrlicher Freund sagt zu mir immer: „erster Gedanke“ es ist der erste Eindruck, der zählt. Wenn ich nun an diesen Freund und unsere erste Begegnung zurückdenke, muß ich sagen, es war ein schöner Moment. Außerdem muß ich ihm Recht geben. Bisher hat sich diese Theorie immer bestätigt. Begegne ich also einem Menschen und merke, dass wir in verschiedenen Welten leben, kann ich zwar weiterhin mit ihm komunizieren, sollte aber vermeiden, zu viele Bindungen einzugehen. Ich denke, Tee trinken kann man immer. Da nun Musik und Kunst ziemlich intime Bereiche sind , ist es verständlich, dass nicht jeder mit jedem kooperieren kann. Das hat nichts mit Qualität zu tun. Gerade in der Musik spielt Geschmack und die individuelle Wahrnehmung eine große Rolle. Sicherlich würden wir viel Zeit und Energie sparen, würden wir diesen ersten Eindruck, den ersten Augenblick ernster nehmen. Aber manchmal braucht man für Entscheidungen Zeit und möchte nochmals eine Bestätigung. Muß ich nun den anderen verletzen, weil er anders ist, anders denkt, anders fühlt? Ich denke nein. Es passt eben nicht. Wir können unsere Natur in anderen Projekten oder Zusammenhängen besser leben. Er/sie in seiner und ich in meiner Welt. Manchmal begene ich Menschen mit gebückter Haltung, die denken, es wäre schlau, nichts zu sagen, zwar kräftig zu denken, aber blos nichts zu sagen. Es gibt Menschen, die verfolgen die Strategie des Lügens, glauben dann tatsächlich, dass du als Gegenüber das nicht merkst. So ein Unsinn. Ich fordere hiermit alle „Schlauen“ auf,offen und direkt zu sagen, was sie denken, egal, ob da nun ein Vorgesetzter steht oder ein nie angesprochener Konflikt.  Es ist in jedem Fall gesünder. Oft ist es einfach die Angst vor Streit. Laßt uns streiten, um Konflikte zu lösen. Komunizieren. Danke!

Selbstbewußtsein
Selbstbewußtsein

ich denke, sich seiner selbst bewußt zu sein ist nichts Schlechtes. Schaffe ich es, mir selbst treu zu sein und meiner inneren Stimme zu folgen, intuitiv zu handeln, kann ich unbeschwert atmen und aufrecht gehen. Leider wird dies bisweilen verwechselt mit Eitelkeit und Arroganz. Weiß ein Mensch, was er tut und ist er von seinem Tun überzeugt, wirkt er womöglich kräftig. Ist ein Mensch, der kräftig ist gleich dominant?? ich würde sagen: nein. Wir sollten ihn beglückwünschen. Mir ist klar, daß in dieser Welt Neid und Mißgunst keine Fremdworte sind. Leider. Statt sich über die Stärken des anderen zu freuen und von ihm zu lernen wird jener bekämpft. Absurd, denn jeder einzelne hat seine ganz individuellen Stärken. Wir können also alle voneinander lernen. Ich bin ein Freund von positiver, konstruktiver Kritik. Außerdem bin ich sehr selbstkritisch. Wenn mich persönlich jemand kritisieren möchte, kann er/sie das gerne tun. nobody is perfect.auf reflektierte, themenbezogene Kommentare reagiere ich gerne. Wenn jemand meine Nase kritisieren möchte, kann er das zwar tun, darf aber keine Reaktion erwarten.  Schließlich bin ich Musikerin und nicht Modell. Wer meine Musik liebt darf also gerne die Augen schließen  und die Sinne öffnen. in diesem Sinne –

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wie schreibt man eigentlich jein, jain?

ja, man könnte eigentlich auch jain schreiben, wenn man es wollte, sicherlich…   ob dieses merkwürdige Wort Sinn macht, ist jedoch die Frage. Ebenso fraglich das Wort „eigentlich“ .Ist man von einer Sache felsenfest überzeugt, benutzt man dieses Wort sicher nicht.

Ich bin froh, wenn es gelegentlich klare Antworten gibt. Lieber ein klares NEIN als ein verschwommenes JEIN oder nachdenkliches jjja. Klarheit setzt Energei frei… ich danke also allen, die mir ein entschlossenes NEIN schenken. auch mir selbst, wenn ich es schaffe, nein zu sagen… manchmal quält man sich viel zu lange, kennt man die Antwort doch schon im ersten Augenblick. zu dumm, daß wir nicht immer unserer Intuition vertrauen. Grausamer, zu viel denkender Kopf. Setzen die Synapsen ein, sind wir oft verloren. außerdem: nein bedeutet gleichzeitig ja, denn wenn ich mich gegen entwas entscheide, befürworte ich gleichzeitig etwas anderes. ein NEIN ist also automatisch ein JA.  Raum für Neues. ich denke, ein positiver Gedanke. danke

unerklärlich

es gibt Dinge, die können wir nicht erklären – und ich sage: Gott sei Dank.Könnte ich jeden Stern einzeln definieren und erfassen, gäbe es keine Magie mehr.Ist es nicht genau das, was alles so reizvoll macht: das NichtWissen?

gäbe es noch Fantasie, wenn wir alles wüßten???

 

ich denke, ich weiß nun, warum sie gegen die Scheibe geklopft hat.kurz darauf wurde mein Vater schwer krank und starb schließlich am 15.10.2012 .eine dunkle und anstrengende Zeit, deshalb eine lange, kreative Schweigepause.

manchmal fehlen einem die Worte – vielleicht ist es ja besser so. Ich weiß schon, warum ich Musikerin und nicht Poetin geworden bin….und warum ich leidenschaftlich male. Kommunikation ohne Worte finde ich faszinierend. Begegnungen können ohne Worte stattfinden, es spielt sich so unendlich viel in anderen Ebenen ab – es ist sowieso unmöglich alles in Worte zu fassen, zu erfassen, zu begreifen. In diesem gigantsichen Universum. die Sinne öffnen und lauschen

 

gute Gedanken

immer nur und ausschließlich gute Gedanken zu haben…wenn wir das könnten, wären wir wahrscheinlich Engel. solange wir mit den Füßen mit der Erde verbunden sind, solange wir nicht fliegen können, werden wir auf Menschen stoßen, die den Konflikt suchen. Es gibt Menschen, die streiten, um Kontakt zu bekommen. Ich bin generell für ein friedliches Miteinander. Daß wir alle verschieden sind ist klar, wie sollte es anders sein? Folglich hat jedes Individuum andere Regeln für sich und sein Leben gefunden. Es wäre absurd diese Regeln, die ja nun jeder einzelen für sich entdeckt hat, auf andere übertragen zu wollen. Ich könnte nun sagen: Wie schön, daß wir verschieden sind – Laß uns voneinander lernen. Das wäre in meinen Augen optimal.  Können wir das?

für ein friedliches Miteinander      Susanne

NOVEMBER

grau, triste, dummerweise beginnt nun wieder die Adventszeit.
Zeit der Besinnungslosigkeit. es liegt Agression in der Luft.
glücklich können sich jene schätzen, die ein Dach über dem Kopf
haben und ein warmes Bett. Der Kampf um Weihnachtsgeschenke,
der ganz normalen Konsumrausch, wer macht mit beim Boikott?
manche schaffen es nicht einmal mehr beim Sprechen zu atmen, ja – atmen
ich finde atmen unglaublich wichtig. Wie gut, dass der Mensch vor langer, langer Zeit
wenigstens den Punkt, das Komma und! –
den Gedankenstrich erfunden hat. welches Genie war das eigentlich???
manche fragen sich sicher, warum meine Kompositionen oft so sparsam sind.
umso mehr und umso schnellerdennje besser – be stimmt. nicht.
allen eine möglichst besinnliche Adventszeit

ich bin begeistert

so. warum haben eigentlich immer so unglaublich viele Menschen Angst vor Geistern???
warum gibt es bitteschön das Wort „begeistert“ ??? das ist doch ein sehr positives Wort, oder?
und: „der ist ja von allen guten Geistern verlassen“
wir unterscheiden also: gute und böse Geister?? wie gut, dass ich wenigstens zugebe, dass ich nichts weiss.
Glauben und Wissen ist nicht dasselbe. Ich bin der Überzeugung, dass wir nur einen Bruchteil wissen, da wir leider oder Gott sei Dank unglaublich viel vergessen haben. betrachten wir die Sterne, wird uns so einiges klar.
dann wissen wir endlich, wie unendlich klein und dumm wir sind.
ich gebe daher jedem irdischen Wesen den dringenden Rat, seiner Intuition zu folgen.
ein unglaublich kostbarer Schatz, der uns in unserer schulischen Verunbildung und Zwangsjackendenknichtmehrfunktioniereimmergesellschaft verlorengeht.
übrigens…es gibt da noch den heiligen Geist. das ist doch auch ein Geist, oder?
sollen wir uns fürchten oder freuen, dass es ihn gibt???

also ich jedenfalls bin begeistert. MUSIC-TRACK:BLUE

falscher Ehrgeiz

in jedem Menschen steckt eine Seele.das sollten wir nie vergessen.
für den musikalischen Ausdruck ist es unumgänglich, sich mit seinem innersten Selbst auseinanderzusetzen,
jeder Mensch ist ein Individuum und jeder hat seine ganz persönlichen Fähigkeiten.
Wir sollten behutsam miteinander umgehen und uns gegenseitig respektieren, auch wenn
wir nicht immer derselben Meinung sind.
Ich unterrichte nun seit 25 Jahren und werde immer wieder überrascht
Es gibt Menschen, die meinen, ich sei nicht streng genug. ah…

also: wenn meine Schüler spätnachmittags zu mir in den Unterricht kommen,
völlig erschöpft von der Ganztagsschule und mir dann ihr Leid klagen,
soll ich dann den Rohrstock zücken?!

Das ist definitiv nicht mein Ansatz.
Musik sollte Freude machen. Der heilerische Aspekt spielt für mich eine große Rolle.
Kinder sind wie Blumen. Wäre es nicht besser, behutsam mit ihnen umzugehen?
das Wort ERZIEHUNG ist sowieso fragwürdig. Wer zieht wen in welche Richtung?
es gibt Pflanzen, die werden so regelmäßig beschnitten, daß von ihrer ursprünglichen
Gestalt nichts mehr zu erkennen ist. Ein sozusagen gezüchtetes Schönheitsideal,
unnatürlich zurechtgezogen. Freie Meinungsäußerung gewünscht? ich denke nicht.
beneidenswert jene, die dabei noch atmen können.

die Entdeckung…

die Entdeckung der Langsamkeit ist bisweilen extrem wichtig
vor allem, wenn man sich gerade wie ein Hamster im Laufrad fühlt
– und es dreht sich unaufhaltsam weiter.
Genau dann sollte man spätestens die Notbremse ziehen
und lauschen. Vielleicht verbirgt sich in deinem Inneren eine
Stimme, die schon lange ruft – aber du konntest sie nicht hören, denn
alles andere war ja immer wichtiger.
Im Zeitalter des Konsums ist es allerdings nicht leicht den leisen
Tönen zu lauschen und sanfte Schwingungen wahrzunehmen.
Sind es nicht jene, die das Leben lebenswert machen?

hier und jetzt

sicher…
man kann in die Vergangenheit eintauchen,
menschlich forschen, fliehen in andere Welten,
was wir Musiker ja sowieso immer tun.
und dann? … sollten wir schnell wieder auftauchen
ins Hier und Jetzt
das ist ein Tisch zum Anfassen
und hier sind meine Füße, die kann ich bewegen
den Boden abtasten und die Erdanziehung spüren.
„Was esse ich heute?“ für einen Künstler eine oft befremdliche Frage,
steckte er doch gerade bis zu den Ohren in einem Faß
gefüllt mit Inspiration, Kreativität und kosmischen Gedanken.
Essen? Muß das sein? Ich habe vor vielen Jahren
ein sehr spannendes Interview gesehen
eine Frau, die sich angeblich nur von Licht und Saft ernährt
Sie strahlte wirklich…
Fehlt uns Normalos dazu nur der Glaube?
Kann der Glaube Berge versetzen? ich denke schon
nur wir sind gefangen in unseren Gewohnheiten
Gewohnheiten ändern – wer mag das schon?
lieber bequem immer so weiter machen?

oder doch Berge versetzen?

FRÜHLING

Wunder der Natur
jedes Jahr aufs Neue schmeichelt der Frühling
mit seiner Farbenpracht unserem Auge
so lange verborgen und deshalb doppelt strahlend schön
spriesst das satte Grün
hätten wir dich nicht so lange schmerzlich vermisst – wer weiss –
könnte die Freude so groß sein?
das ist das Leben : ein Kommen und ein Gehen
der Lauf der Dinge – unaufhaltsamer Strom

SCHNELLER, HÖHER, BESSER (?)

Manche sind schwerfällig, langsam, träge,
lieben Small-talk und jede Form von seichter Unterhaltung,
andere tiefschürfend in sich verbohrt,
so tief in Sinnfragen verstrickt, dass sie vergessen zu leben.
Nun hat der Mensch endlich Fliegen gelernt – denkt er:
in dicken bullaugigen Maschinen – mit Schwerelosigkeit hat das wenig zu tun
eher mit sinnloser Beschleunigung.
Die Wiederentdeckung der Langsamkeit – zu schön um wahr zu sein.

SCHWAZ-WEISS

Warum gelingt es mir nie, ein graues oder schwarz-weisses Bild zu malen?
Die Versuchung ist einfach zu gross.Wenn ich doch so viele fantstische Farben vor mir habe…
Stell dir vor, du gehst raus und alles ist grau –
Lieber grauer oder lieber blauer Himmel?
Ehrlich gesagt: beim Hamburger bin ich mir da nicht mehr so sicher.
Ich denke seine Wahrnehmung hat sich verschoben…
Solange es nicht regnet, ist das Wetter für den Hamburger gut.
Egal, ob da nun Wolken sind oder nicht. Er hat mittlerweile so viel Fantasie entwickelt,
dass er sich den blauen Himmel dahinter bestens vorstellen kann. Es lebe die Fantasie!

KUNTERBUNT

TANGO-DEMO1.mp

Glauben oder Wissen

Wenn Wissen Macht ist, sollte man also mehr wissen…???

Macht Macht denn glücklich?  macht Wissen glücklich?

Ist es nicht viel eher so, daß das Wissen uns in den Abgrund zieht?

Wer glaubt heute noch?

„die Gedanken sind frei“ – sind sie das wirklich?

der Skeptiker und der Gutgläubige

wer verspottet wen?

Leben und leben lassen – es wäre das Paradies.

 

 

 

Susanne Hahn

mächtiger Unsinn

Unsinn macht Sinn. Macht keinen. Macht also Unsinn!

wie der Vogel im Wind…

Wenn Du einen Vogel in einen goldenen Käfig setzt wird er nicht mehr singen.

Oder vielleicht wird er singen – Klagegesänge.

Seiner Freiheit beraubt möchte er fliegen und wird elend zugrunde gehen.

 

Der Hund an der Leine, ziehend, keuchend, nach Luft ringend,

dem Herren untertänig und treu.

 

Nein. Dann doch lieber eine Katze, die sich frei bewegen

darf, die macht, was sie will und was ihr gut tut.

…und dann hört man sie schnurren.

 

Ja. Ich glaube, ich bin für schnurrende Katzen, die sich wohl fühlen.

 

Aber auch eine Katze braucht etwas zu fressen und bestimmte Rituale.

Irgendeine Art von Absprache gibt es doch.

Kein Leinenzwang aber ein Band der Freundschaft.

 

Der Mensch ist ein Wesen, das sich zwischen Verpflichtungen

und Freiheiten bewegt. Termine können bisweilen auch die Luft

zum Atmen nehmen. Das kommt auf den Termin an und wie

wir damit umgehen.

Wer sagt denn, dass man sich bis ins letzte Detail festlegen muss?

Wir sollten uns die Freiheit nehmen einiges offen zu lassen.

Es ist lediglich die Möglichkeit, sich in irgendeiner Weise mitzuteilen.

Ob in Worten oder Musik, ob ernst oder komisch.

Irgendetwas haben wir immer zu sagen.

Überraschungen sind sowieso am Schönsten.

Spontaneität und Flexibilität sind so wichtig und werden viel zu wenig

gelebt. Der Deutsche und die Sicherheit. Schrecklich.

 

Ein Zauberer lebt in seiner Welt und muss doch spontan sein können

und er muss sich frei fühlen von allen Zwängen –

sonst kann er eben nicht zaubern.

 

Vögel, die singen….Hunde, die bellen und Katzen, die schnurren.

und: freie Geister                         Leben.